Wonnemonat Mai – in 9 Bildern

Wie haben wir uns die Sonne herbeigesehnt – und nun, zeigte sie sich endlich an einigen wenigen Tagen. Die Pflänzchen durften soeben aus dem Gewächshaus, raus in den Garten und wir tauschen so langsam die heimelige Stube gegen unser grünes Wohnzimmer..

Bärlauch, Giersch und Vogelmiere

So richtig grün ist es draußen noch nicht. Doch es wächst manchmal schon mehr als wir wahrnehmen. Was an Wald, Wiese und im Garten schon so schmackhaftes und hilfreiches wächst, das möchte ich euch zeigen..

Alle Wild- und Heilkräuter können echte Energie-Lieferanten und Helferlein sein. Sie füllen die Akkus nach dem Winter wieder auf und machen gute Laune. Das Sammeln lockt zudem an die frische Luft und die Kräuter völlig kostenlos!

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  • Bärlauch

Ob in Form von Pesto, , in Salat,  als Suppe oder Kräuterbutter, Bärlauch gibt uns einen echten Kick und ist für mich, neben Erdbeere und Spargel, im Jahreslauf ein absolutes Highlight. Der wilde Knoblauch ist reich an Vitamin C, Magnesium, Eisen und Kalium. Das hilft jedem noch so müden Körper aus dem Winterschlaf! Er liebt feuchte und schattige Plätze im Wald.

Achtung: Bitte nicht mit den Blättern des Maiglöckchens verwechseln. Der Knoblauch-Geruch hilft uns bei der richtigen Wahl!

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  • Giersch

Giersch ist für viele ein nerviges Unkraut, dabei sind gerade die jungen Blätter super lecker in Salat, Gemüsepuffern oder dem Smoothie. Allein bei uns im Garten gibt es eine Menge davon und dem Landkind macht es Freude das Wildkraut zu sammeln. Auch an Wald- und Wiesenrändern lässt es sich ausreichend finden. Übrigens vielfach gesünder als ein einfacher Kopfsalat und dazu noch in Massen umsonst verfügbar!

Achtung: Nicht mit anderem Grün verwechseln. Giersch, auch Dreiblatt genannt, hat eine bestimmte charakteristische Form. Bitte genau hinsehen!

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  • Vogelmiere

Vogelmiere kann das ganze Jahr über geerntet werden (auch im Winter!), aber geschmacklich ist sie im Frühjahr besonders fein. Das zierliche Kraut bildet kleine weiße Blüten. An den verzweigten Stängeln wachsen viele kleine Blätter. Im Salat oder zubereitet wie Spinat bringt sie sich mit einem milden mais- oder erbsenartigen Geschmack sowie viel Vitamin A und C ein. Die gesamte Pflanze kann verwendet werden.

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  • Taubnessel

Auch die Taubnessel kann das ganze Jahr über geerntet werden. Im Frühjahr gibt sie sich jedoch durch ihre hübschen weiß- bis lilafarbenen Blüten  am Waldesrand und im Garten gut zu erkennen. Die Taubnessel sieht aus wie eine Brennnessel, sie ist jedoch weder mit ihr verwandt noch zieht ihre Berührung Hautreizungen nach sich. Aromatisch und würzig schmeckt sie ganz herrlich in Salat und Suppe. Ihre kleinen Blüten schmecken nach dem süßen Nektar, der nicht nur Hummeln anzieht..

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  • Schafgarbe

Auf Wiesen, Weiden und am Wegesrand , aber auch bei uns im Garten wächst die Schafgarbe. Im Sommer erblüht sie weiß und jetzt im Frühjahr schmecken die jungen Triebe am Besten. Gut als Magen-Darm-Tee gemeinsam mit Kamille.


Aber gebt Acht: Versucht nicht die Kräuter am Straßen- oder Ackerrand aufzulesen. Schadstofffreie Wildkräuter schmecken besser und sind mit Sicherheit bekömmlicher! Vieles versteckt sich sogar im eigenen Garten – soweit ungedüngt und ohne Chemiekeule!


Giersch-Smoothie:

Eine Orange sowie eine halbe Zitrone auspressen und mit einer Karotte, jeweils 100 Milliliter Karottensaft und Wasser sowie einer Handvoll gewaschene junge Giersch-Triebe gemeinsam mit jeweils einem Esslöffel Öl (am Besten Nussöl) und Honig im Standmixer zu einem Smoothie verarbeiten – und genießen,

Frühlings-Erwachen – in 9 Bildern

Schneeglöckchen, Krokusse, Narzissen – die Vorboten des Frühlings recken sich gen Sonne und wecken Glücksgefühle. Wir haben das Bedürfnis uns permanent draußen aufzuhalten, um jeden Sonnenstrahl einzufangen. Mir juckt es in den Fingern, ich kann es kaum erwarten im Garten zu buddeln und zu pflanzen..



 

natürlich wachsen

Die Welt ist doch manchmal so verrückt: Es gibt schon für die allerkleinsten unter uns so unglaublich viel Spielzeug zu kaufen. Von schönen Rasseln, Bauklötzen und Schmusetieren bis hin zu dudelnden Plastikdingen und rosa Glitzerkram extra nur für Baby-Mädchen.

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Ich habe mir immer geschworen mich diesem Wahn nicht hinzugeben und dennoch besitzen wir, in meinen Augen, relativ viel Spielzeug, auch schon für das Landbaby – geschenkt, second-hand oder gekauft, weil einfach zu schön. Das Problem dabei ist nur: unser Baby interessiert sich meist nicht die Bohne dafür. Viel lieber möchte es die Dinge entdecken, die wir Großen im Alltag nutzen. Ebenso begeistert ertastet es alles, was sich in der Natur befindet.

 

Das Motto demnach: Lieber Geld sparen und sinnvoll entdecken lassen! Im Haushalt mit sicheren Alltags-Gegenständen und draußen mit allem, das sich als babygerecht bietet. Ganz ähnlich gilt es auch für das Landkind: weniger ist meist mehr – und fördert vor allem die Fantasie.

 

Ein Beispiel: Derzeit hoch im Kurs sind bei uns Zapfen jeglicher Art.

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Schon das bloße Sammeln ist ein wunderbarer Zeitvertreib für das Landkind: Wir gehen hinaus, sammeln verschiedenste Zapfen – von Douglasie, über Kiefer und Lärche, bis hin zum Fichtenzapfen. Dabei entdecken wir meist auch noch andere spannende Dinge, wie schöne Holzstücken oder hübsche Steine, die natürlich auch im Körbchen landen dürfen..

 

Zuhause bestimmen wir mit der Großen die Zapfen, schauen zu welchen Nadelbäumen sie gehören und basteln oder drucken damit. Für das Landbaby kommen sie in ein Körbchen und dann beobachte ich mit großer Freude, wie sie sich wirklich eine lange Zeit mit diesen schönen Zapfen auseinandersetzt. Sie fühlt, sie schaut, dreht sie hin und her, gibt sie von einer Hand in die andere, lässt sie fallen und hebt sie wieder auf, riecht an ihnen und fühlt mit dem Mund, holt sie aus dem Körbchen heraus und sortiert sie wieder hinein.

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So einfach solch ein Entdecker-Körbchen hergerichtet, so groß ist die Wirkung. Selbst mir bereiten die unterschiedlichen Zapfen große Freude und hübsch auf dem Tisch oder der Anrichte sind sie allemal..

 

Für die Entwicklung des Landbabys haben sie eine enorme Wirkung: die Zapfen sind unterschiedlich groß, fühlen sich unterschiedlich an, sehen unterschiedlich aus. Für ihre Motorik und die Sinne (ihre Wahrnehmung) sehr förderlich.

 

Auch für das Landkind bleiben die Zapfen im Spiel interessant. Wie auch mit Steinen, Holz, Muscheln, Erde oder Laub wird nicht nur gebastelt, es entstehen kleine Fantasie-Welten. Spontane Kreativität ist gefragt, Dinge unserer Konsumwelt sind in dieser natürlichen Art von Spiel nicht von Nöten – umweltbewusst und schadstofffrei!

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(Auch auf www.creadienstag.de)

Ein kleines bißchen Winter – in 9 Bildern

Hier im Norden mag der Winter noch nicht so recht – zumindest will es nicht schneien. Das Landkind wartet sehnsüchtig darauf den Schlitten aus dem alten Schuppen zu holen und einen riesigen Schneemann zu bauen. Und das Landbaby soll doch nun endlich das erste Mal in seinem Leben dieses wunderbare Gefühl von auf der Nase kitzelnden Schneeflocken erleben..

 



Wir waren unterwegs im schönen Gerdautal.

Herzensangelegenheiten – im Alltag mit Kleinkindern

Eltern sein ist ein stetiger Lern-Prozess rund um Werte, Moralvorstellungen, die Auseinandersetzung mit der eigenen Kindheit, mit den eigenen Eltern, guten so wie schlechten Erfahrungen – es ist ein sehr individueller Weg, auf dem wir unsere eigenen Prioritäten setzen, einen Raum gemeinsam mit unserem Partner schaffen, der den Kindern Sicherheit bieten soll. Eltern sein ist eine echte Herzensangelegenheit.

Und das ist unser Weg, das sind unsere Prioritäten, unsere festen Säulen – unsere Herzensangelegenheiten:

Tragen: Wie hier schon so oft erwähnt, das Tragen unserer Kinder ist für uns eine echte Herzensangelegenheit. Besonders im ersten Lebensjahr wollten meine Mädels permanent bei mir oder ihrem Vater sein, unsere Nähe spüren, den so bekannten Herzschlag hören, den heimeligen Duft riechen. Was liegt da näher als sie im Tuch oder einer Trage immer bei sich zu haben, denn das gibt auch uns Eltern eine große Sicherheit.

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Schlafen: Guter Schlaf ist immens wichtig. Nicht nur für uns Eltern, denn: Nur gut ausgeschlafen, können unsere Kleinen gesund und munter in den Tag starten, Abenteuer erleben und neue Dinge lernen. Doch ist es für die kleinsten unter uns gar nicht so einfach nach all den oft noch unbekannten Eindrücken und Gefühlen in den Schlaf zu finden. Das braucht viel Vertrauen und Sicherheit – Geborgenheit.

Bei uns gibt es ein festes Ritual vor dem Schlafen: Neben der Abend-Hygiene gibt es meist ein Buch für das Landkind während das Landbaby einschlaf-stillt und danach besprechen wir den vergangenen Tag. Ich denke das hilft dem Landkind sehr all das erlebte zu verarbeiten. Dann hören beide immer wieder ihr festes Schlaflied und wir kuscheln.

Soweit möglich bringen wir unsere Kinder gemeinsam ins Bett. Und einer von uns bleibt immer an ihrer Seite, bis beide eingeschlafen sind. Auch in der Nacht bleiben wir zusammen. Das ist unser Weg. Und ich muss sagen, das führt bei uns zu einem sehr gesunden Familienschlaf. Niemand muss in der Nacht aufstehen, während des Stillens schlafen alle weiter und wenn eines der Kinder erwacht, nimmt es unsere Hand und schläft beruhigt wieder ein. Bisher klappt das wirklich gut.

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Bedürfnisorientiert Stillen: Mir war vor der Geburt des Landkindes nicht ansatzweise bewusst, welche Arbeit so eine Stillbeziehung sein würde. Stillen kann sehr anstrengend sein, aber auch einfach so unglaublich wunderschön und nicht in Worte zu fassen. Und deshalb: Lasst euch niemals entmutigen, all ihr Mamas da draußen! Es lohnt sich so sehr dran zu bleiben! Stillen ist Nahrung und Geborgenheit zugleich und sollte in meinen Augen nicht durch Zeit und Ort begrenz werden – und vor allem aber kein Schamgefühl in der Öffentlichkeit auslösen.

Vorlesen: Wenn ich auf etwas wirklich Wert lege, was die Anschaffungen für unsere Kinder betrifft, dann sind es nahezu in jedem Fall Bücher. Und es ist mir so verdammt noch mal wichtig ihnen vorzulesen. Für ihre Fantasie, für die bunten Geschichten in ihren Köpfen, weil es verbindet und viel Platz für Kommunikation schafft. Vorlesen ist für uns auch einfach: Zeit füreinander haben.

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Essen: Das gemeinsame Essen ist ein wichtiges Ritual in unserem Familienalltag. Soweit wir Zuhause sind, finden alle drei Mahlzeiten gemeinsam am Esstisch und ohne Ablenkungen statt. Ich finde Essen ist sehr kommunikativ und am Abend bekommt jeder von jedem ein Update vom Tag. Es wird gelacht, gekleckert, zum gefühlt hundertsten Mal das Wasserglas umgestoßen, auch mal heftig zwischen uns Großen diskutiert und wieder geherzt.

Dabei ist die einzige Regel: alle sitzen gemeinsam am Tisch. Die Kinder dürfen gern mit den Händen essen, auch das Landkind tut dies manchmal noch sehr gern. Jeder isst das, was ihm schmeckt und nur so viel er möchte. Solange eine relativ gesunde Auswahl vorhanden ist, klappt  das mit der ausgewogenen Ernährung soweit auch ganz gut.

Natur: Es ist uns ein sehr tiefes Bedürfnis täglich und so viel wie möglich Zeit mit den Kindern in der Natur, an der frischen Luft zu verbringen. Ganz egal ob im Wald, auf der Wiese, am Fluss, im Garten oder auf dem Spielplatz – es gibt dort so viel zu entdecken, zu lernen und zu erfahren.

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Freiraum: Letztendlich muss man die Kinder aber einfach auch mal „Machen lassen“. Und das klappt auch schon beim kleinen Landbaby. Wir Großen ziehen uns dann zurück und lassen die Kids einfach mal machen, ausprobieren, ohne uns klar kommen.

Und das alles mit einem Ziel: Ein tief verankertes Vertrauen in uns als Eltern schaffen und ihnen genügend Selbstvertrauen für die Welt außerhalb ihres Schutzraumes geben. Dafür versuchen wir tagtäglich unser Bestes, verzweifeln manchmal, brauchen mal Luft zum atmen und müssen uns wieder zusammenraufen. Aber wie immer: der Wille das Kind zu Schaukeln ist da und ich bin sicher, das spüren die Kinder ganz fest.

Das macht uns glücklich – im Januar

Es ist Januar. Weihnachten ist vorbei, der Frühling ist noch weit entfernt, aber auch der Schnee lässt sich noch nicht blicken. Unsere Zeit verbringen wir somit vor dem warmen Ofen, mit Büchern, Basteleien und viel gemeinsamer Zeit. Was uns dabei noch so glücklich stimmt, das könnt ihr hier erfahren..

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Backen: 

Wir, das Landkind und ich, sind momentan ständig am Backen. Es macht uns einfach eine unglaubliche Freude. Wir probieren neue Rezepte aus, kneten, mixen, kleckern, spritzen, schlecken, probieren und dekorieren. Und am Ende ist das Landkind einfach so stolz auf das Ergebnis. Aber das Allerbeste ist natürlich das Naschen danach..

Handgemachte Socken:

Wer mag schon kalte Füße? Wir jedenfalls nicht. Und somit stehen warme Wollsocken im Winter bei uns hoch im Kurs – ganz besonders dann, wenn sie auch noch schön kunterbunt sind. Und noch mehr, wenn sie handgemacht sind.

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Schokolade:

Bei dem tristen Wetter hilft manchmal nur eins: Schokolade. Herrlich ist es, wenn die Kinder fünf Minuten für sich spielen oder sogar einmal beide zur gleichen Zeit schlafen und ich mir einen duftenden Kaffee sowie ein Stück zart schmelzende Schokolade gönnen kann. Da wir immer einer neuen leckeren Sorte auf der Spur sind, gibt es im Naschkästchen immer mal wieder etwas spannendes zu entdecken. Dieses Mal: die Kokosmilch-Schoki von Rapunzel, die Mandel-Maulbeere-Schoki von Love Chock und der Kokos-Schoko-Aufstrich von agava – ohne Palmfett! Alle drei sind meine neusten Lieblinge und lassen mich für einen Moment den Alltagstrubel vergessen..

Tragen:

20180727_142031.jpgAuch wenn das Landbaby nun bereits neun Monate alt ist, krabbelt und steht, ist es einfach eine Herzensangelegenheit es im Tragetuch zu spüren – ganz nah bei mir. Neuerdings am Liebsten auf dem Rücken. Im Haushalt benutze ich es oft einfach nur als Sling: mein keines Mädchen sitzt dann seitlich an meiner Hüfte, getragen vom Tuch, über der Schulter gebunden. So habe ich immer die Hände frei – vor allem für das Landkind.

Besonders gern habe ich mein norwegisches Tragetuch von Ellevill, hier in der Variante „Jade Candy“.  Es ist ein fester aber weicher Baumwollstoff, nicht zu warm und nicht zu kalt.

Abende in der Sauna: 

Was gibt es bei dem Wetter Schöneres, als an einem kühlen Abend in der Sauna zu sitzen und den Tag ausklingen zu lassen, während die Kinder schon fest schlummern. Danach den Sternenhimmel und die kühle Luft genießen, um dann müde und glücklich ins Bett zu fallen.