Wie die Zeit vergeht: Der erste Geburtstag

Vor einem Monat gab es etwas ganz Besonderes zu feiern: Das Landbaby ist nun gar kein Landbaby mehr – und schon ein ganzes Jahr alt. Die Zeit verging wie im Flug. Es war eine sehr schöne, aber auch anstrengende Zeit. Eine Zeit mit Baby und Kleinkind. Eine Zeit zum Zusammenfinden, Kennenlernen und Kuscheln. Es ist eine unglaubliche Geschwisterliebe entstanden – und darauf sind wir als Eltern besonders stolz!

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Die stolze große Schwester hat selbstverständlich und mit viel Elan beim Auspacken geholfen. Zu zweit ist die Freude eben doch noch größer..

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Gefeiert haben wir mit der Familie im Garten. Es sollte nicht allzu trubelig für unser Landbaby werden. Natürlich gab es neben Blumen, Geburtstagskerze und ein paar liebevoll verpackten Geschenken auch Kuchen und andere Leckereien. Die Sonne hat dabei für einen herrlichen Tag gesorgt!

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Einen Klangbaum (grünspecht) aus Holz hatte ich mir schon sehr lange für meine beiden Räubertöchter gewünscht. Die Freude war also bei uns allen groß! Und nicht nur die Kinder spielen gern damit..

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Große Liebe: die Hühner sind los!

Ein großer Traum ist für mich endlich in Erfüllung gegangen: Vier Junghennen und ein „wilder“ Hahn sind bei uns eingezogen.

Entschieden haben wir uns für Amrocks und Lachshühner. Wichtig war uns dabei, dass die jeweiligen Rassen ein eher ruhiges und sanftes Gemüt mitbringen sowie schnell zutraulich werden. Beides sind Zwiehuhn-Rassen. Das bedeutet, dass die Lege- wie auch Fleischqualität gut ist. Aber in den Topf sollen sie natürlich nicht.

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Wir haben uns sehr bewusst für andere Rassen und gegen die Hybrid-Legehenne entschieden. Ich fand die zebra-gestreiften Amrocks schon immer sehr hübsch, die flauschigen Lachshühner waren Liebe auf den ersten Blick. Sie gehören einer heutzutage eher seltenen Nutztierrasse an, die bis vor kurzer Zeit sogar eine gefährdete war. Sie sind zudem die einzigen ihrer Art, die fünf Krallen besitzen.

Unsere Rassehühner legen zwar nicht ganz so viele Eier und leben noch ihre nicht ganz weggezüchteten Instinkte – wie das Glucken – aus, aber das ist ja auch gerade das Spannende. Unsere Kinder sollen lernen wie ein Huhn lebt, sich wohl fühlt und agiert.

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Nun tapsen die Junghennen gemeinsam mit ihrem stolzen Hahn, der wirklich hervorragend auf sie aufpasst, durch unseren Garten und erfreuen uns. Die zwei Amrocks sind etwas vorlauter und kecker, die Lachhühner sehr sensibel und zurückhaltend.

Das Landkind profitiert sehr von dieser Erfahrung: Ob Verantwortung für Pflege, Futter oder das Sammeln der Eier – und vor allem das Beobachten. Ich selbst verbringe nun oft meine Kaffeepause bei den Hühnern und kann mich gar nicht satt sehen. Es ist unglaublich, was sie für völlig unterschiedliche Charaktere aufweisen.

Unser Landbaby steht täglich ungeduldig am Zaun und imitiert ihre Laute..

Wonnemonat Mai – in 9 Bildern

Wie haben wir uns die Sonne herbeigesehnt – und nun, zeigte sie sich endlich an einigen wenigen Tagen. Die Pflänzchen durften soeben aus dem Gewächshaus, raus in den Garten und wir tauschen so langsam die heimelige Stube gegen unser grünes Wohnzimmer..

Bärlauch, Giersch und Vogelmiere

So richtig grün ist es draußen noch nicht. Doch es wächst manchmal schon mehr als wir wahrnehmen. Was an Wald, Wiese und im Garten schon so schmackhaftes und hilfreiches wächst, das möchte ich euch zeigen..

Alle Wild- und Heilkräuter können echte Energie-Lieferanten und Helferlein sein. Sie füllen die Akkus nach dem Winter wieder auf und machen gute Laune. Das Sammeln lockt zudem an die frische Luft und die Kräuter völlig kostenlos!

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  • Bärlauch

Ob in Form von Pesto, , in Salat,  als Suppe oder Kräuterbutter, Bärlauch gibt uns einen echten Kick und ist für mich, neben Erdbeere und Spargel, im Jahreslauf ein absolutes Highlight. Der wilde Knoblauch ist reich an Vitamin C, Magnesium, Eisen und Kalium. Das hilft jedem noch so müden Körper aus dem Winterschlaf! Er liebt feuchte und schattige Plätze im Wald.

Achtung: Bitte nicht mit den Blättern des Maiglöckchens verwechseln. Der Knoblauch-Geruch hilft uns bei der richtigen Wahl!

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  • Giersch

Giersch ist für viele ein nerviges Unkraut, dabei sind gerade die jungen Blätter super lecker in Salat, Gemüsepuffern oder dem Smoothie. Allein bei uns im Garten gibt es eine Menge davon und dem Landkind macht es Freude das Wildkraut zu sammeln. Auch an Wald- und Wiesenrändern lässt es sich ausreichend finden. Übrigens vielfach gesünder als ein einfacher Kopfsalat und dazu noch in Massen umsonst verfügbar!

Achtung: Nicht mit anderem Grün verwechseln. Giersch, auch Dreiblatt genannt, hat eine bestimmte charakteristische Form. Bitte genau hinsehen!

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  • Vogelmiere

Vogelmiere kann das ganze Jahr über geerntet werden (auch im Winter!), aber geschmacklich ist sie im Frühjahr besonders fein. Das zierliche Kraut bildet kleine weiße Blüten. An den verzweigten Stängeln wachsen viele kleine Blätter. Im Salat oder zubereitet wie Spinat bringt sie sich mit einem milden mais- oder erbsenartigen Geschmack sowie viel Vitamin A und C ein. Die gesamte Pflanze kann verwendet werden.

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  • Taubnessel

Auch die Taubnessel kann das ganze Jahr über geerntet werden. Im Frühjahr gibt sie sich jedoch durch ihre hübschen weiß- bis lilafarbenen Blüten  am Waldesrand und im Garten gut zu erkennen. Die Taubnessel sieht aus wie eine Brennnessel, sie ist jedoch weder mit ihr verwandt noch zieht ihre Berührung Hautreizungen nach sich. Aromatisch und würzig schmeckt sie ganz herrlich in Salat und Suppe. Ihre kleinen Blüten schmecken nach dem süßen Nektar, der nicht nur Hummeln anzieht..

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  • Schafgarbe

Auf Wiesen, Weiden und am Wegesrand , aber auch bei uns im Garten wächst die Schafgarbe. Im Sommer erblüht sie weiß und jetzt im Frühjahr schmecken die jungen Triebe am Besten. Gut als Magen-Darm-Tee gemeinsam mit Kamille.


Aber gebt Acht: Versucht nicht die Kräuter am Straßen- oder Ackerrand aufzulesen. Schadstofffreie Wildkräuter schmecken besser und sind mit Sicherheit bekömmlicher! Vieles versteckt sich sogar im eigenen Garten – soweit ungedüngt und ohne Chemiekeule!


Giersch-Smoothie:

Eine Orange sowie eine halbe Zitrone auspressen und mit einer Karotte, jeweils 100 Milliliter Karottensaft und Wasser sowie einer Handvoll gewaschene junge Giersch-Triebe gemeinsam mit jeweils einem Esslöffel Öl (am Besten Nussöl) und Honig im Standmixer zu einem Smoothie verarbeiten – und genießen,

Frühlings-Erwachen – in 9 Bildern

Schneeglöckchen, Krokusse, Narzissen – die Vorboten des Frühlings recken sich gen Sonne und wecken Glücksgefühle. Wir haben das Bedürfnis uns permanent draußen aufzuhalten, um jeden Sonnenstrahl einzufangen. Mir juckt es in den Fingern, ich kann es kaum erwarten im Garten zu buddeln und zu pflanzen..



 

natürlich wachsen

Die Welt ist doch manchmal so verrückt: Es gibt schon für die allerkleinsten unter uns so unglaublich viel Spielzeug zu kaufen. Von schönen Rasseln, Bauklötzen und Schmusetieren bis hin zu dudelnden Plastikdingen und rosa Glitzerkram extra nur für Baby-Mädchen.

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Ich habe mir immer geschworen mich diesem Wahn nicht hinzugeben und dennoch besitzen wir, in meinen Augen, relativ viel Spielzeug, auch schon für das Landbaby – geschenkt, second-hand oder gekauft, weil einfach zu schön. Das Problem dabei ist nur: unser Baby interessiert sich meist nicht die Bohne dafür. Viel lieber möchte es die Dinge entdecken, die wir Großen im Alltag nutzen. Ebenso begeistert ertastet es alles, was sich in der Natur befindet.

 

Das Motto demnach: Lieber Geld sparen und sinnvoll entdecken lassen! Im Haushalt mit sicheren Alltags-Gegenständen und draußen mit allem, das sich als babygerecht bietet. Ganz ähnlich gilt es auch für das Landkind: weniger ist meist mehr – und fördert vor allem die Fantasie.

 

Ein Beispiel: Derzeit hoch im Kurs sind bei uns Zapfen jeglicher Art.

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Schon das bloße Sammeln ist ein wunderbarer Zeitvertreib für das Landkind: Wir gehen hinaus, sammeln verschiedenste Zapfen – von Douglasie, über Kiefer und Lärche, bis hin zum Fichtenzapfen. Dabei entdecken wir meist auch noch andere spannende Dinge, wie schöne Holzstücken oder hübsche Steine, die natürlich auch im Körbchen landen dürfen..

 

Zuhause bestimmen wir mit der Großen die Zapfen, schauen zu welchen Nadelbäumen sie gehören und basteln oder drucken damit. Für das Landbaby kommen sie in ein Körbchen und dann beobachte ich mit großer Freude, wie sie sich wirklich eine lange Zeit mit diesen schönen Zapfen auseinandersetzt. Sie fühlt, sie schaut, dreht sie hin und her, gibt sie von einer Hand in die andere, lässt sie fallen und hebt sie wieder auf, riecht an ihnen und fühlt mit dem Mund, holt sie aus dem Körbchen heraus und sortiert sie wieder hinein.

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So einfach solch ein Entdecker-Körbchen hergerichtet, so groß ist die Wirkung. Selbst mir bereiten die unterschiedlichen Zapfen große Freude und hübsch auf dem Tisch oder der Anrichte sind sie allemal..

 

Für die Entwicklung des Landbabys haben sie eine enorme Wirkung: die Zapfen sind unterschiedlich groß, fühlen sich unterschiedlich an, sehen unterschiedlich aus. Für ihre Motorik und die Sinne (ihre Wahrnehmung) sehr förderlich.

 

Auch für das Landkind bleiben die Zapfen im Spiel interessant. Wie auch mit Steinen, Holz, Muscheln, Erde oder Laub wird nicht nur gebastelt, es entstehen kleine Fantasie-Welten. Spontane Kreativität ist gefragt, Dinge unserer Konsumwelt sind in dieser natürlichen Art von Spiel nicht von Nöten – umweltbewusst und schadstofffrei!

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(Auch auf www.creadienstag.de)

Ein kleines bißchen Winter – in 9 Bildern

Hier im Norden mag der Winter noch nicht so recht – zumindest will es nicht schneien. Das Landkind wartet sehnsüchtig darauf den Schlitten aus dem alten Schuppen zu holen und einen riesigen Schneemann zu bauen. Und das Landbaby soll doch nun endlich das erste Mal in seinem Leben dieses wunderbare Gefühl von auf der Nase kitzelnden Schneeflocken erleben..

 



Wir waren unterwegs im schönen Gerdautal.