Umweltfreundlicher Sommergarten

Mit den vielen vielen warmen Sonnenstrahlen ist unser Obst und Gemüse ordentlich gewachsen. Das Landkind ist schon ganz aus dem Häuschen und kommt aus dem Naschen nicht mehr heraus. Dieses Jahr scheint ein wirklich gutes Erntejahr zu werden. Und auch die Blumen, Insekten und Vögel sorgen für Sommerlaune. Dabei versuchen wir auch in unserem Garten immer auf die Umwelt zu achten: für die biologische Vielfalt und für unsere Gesundheit.

An unseren Obststräuchern wachsen Johannisbeeren, Stachelbeeren sowie Himbeeren und Blaubeeren. Von den sauren Johannisbeeren konnten wir schon unzählige kosten. Und auch die Erdbeeren in einem unserer Hochbeete bieten uns jeden Tag neue Früchte zum Genuss – man pflanzt sie am Besten an die Kante. Das Landkind liebt vor allem die Erdbeeren – und so bekommt der schmunzelnde Rest der Familie nur selten eine ab.

Es empfiehlt sich hauptsächlich heimische Obst- und Gemüsesorten wie auch Pflanzen in den eigenen Garten zu bringen. Exotische Pflänzchen sehen zwar meist hübsch aus, bieten den Insekten jedoch oft nicht genügend Nahrung.

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Meine Hochbeete erfreuen mich in diesem Sommer am meisten. Das Obst und Gemüse gedeiht hier drin scheinbar besonders gut. In diesem Hochbeet (Foto) wachsen neben Erdbeeren, Kopfsalat, Paprika und Chili. Im zweiten Hochbeet (siehe Beitragsbild) dürfen im Laufe des Sommers Gurken, mexikanische Mini-Gurken, Zucchini und Lollo Bionda geerntet werden. Außerdem probiere ich es mit Süßkartoffeln, die ich dann im Oktober ausgraben werde. Sie schmeckt nicht nur hervorragend, auch ihre Pflanze sieht außerdem sehr hübsch aus (Beitragsbild rechts unten) und wird bald weiße Blüten tragen. Man kann sie auch in einem großen Kübel leicht heranziehen. Mit dem Schafsmist als natürlichen Dünger wächst alles ganz hervorragend.

Einige Gurken durften wir uns schon schmecken lassen. Und es ist eben ein ganz anderer Geschmack, wenn es aus dem eigenen Garten stammt – mit Liebe und ganz ohne Pestizide gewachsen. Die Cherry-Tomaten, die an der Hauswand auf der Sonnenseite stehen, brauchen noch ein Weilchen, auf die Zucchini hingegen dürfen wir uns schon freuen: die erste wird in wenigen Tagen reif sein.

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Das Landkind testet unterdessen die Sauerkirschen, da die süßen noch nicht reif sind. Beide Bäume hängen voll mit den schmackhaften Früchtchen. Des Weiteren wird uns das Garten-Jahr noch Äpfel, Quitten, Pflaumen und Mispeln bieten. Ich hoffe, dass ich es auch mit Landbaby schaffe etwas Marmelade und Co. herzustellen. Vielleicht kann ich sogar das erste Mal etwas aus den eher unscheinbaren Mispeln zaubern.

Die Äpfel recken sich schon gen Sonne sowie die unzähligen Brombeeren (auch super für die Bienen), die sonst hauptsächlich von den Heidschnucken verschmaust wurden. Außerdem haben wir in diesem Jahr zwei unterschiedliche Sorten der Andenbeere (auch Physalis oder Kapstachelbeere) gepflanzt und sind gespannt, was daraus wird (Bild rechts). Beide Pflanzen sind gut gewachsen und bilden Früchte aus.

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Natürlich darf es auch an mediterranen Kräutern nicht fehlen. Diese habe ich in große Tonkübel gepflanzt. Darunter Oregano, Basilikum, Thymian, Rosmarin und Lavendel. Aber auch Petersilie und Schnittlauch dürfen nicht fehlen. Beim Basilikum habe ich mich in diesem Jahr für eine eher außergewöhnlichere Sorte entschieden: einen Mini-Basilikum mit kleinen feinen sowie aromatischen Blättchen (Foto Mitte). Zu meiner Freude tummeln sich auch hier die Insekten.

Neben Obst, Gemüse und Kräutern wächst allerhand anderes. Derzeit erfreuen wir uns vor allem an den üppig blühenden Rosen. Auf der Wiese unten am Fluss tummeln sich unzählige Schmetterlinge, Libellen und andere Insekten. Hier finden sie nahezu unberührten Lebensraum. Es ist ein Genuss über diese Wiese herunter zum Wasser zu blicken und den vielen Schmetterlingen beim Tanzen zuzusehen.

Überlegt euch doch auch mal so ein kleines Paradies zum Schutz der Artenvielfalt in eurem Garten zu schaffen. Es gibt spezielle Wiesenblumen-Mischungen im Fachhandel. Einfach einen kleinen abgegrenzten Bereich schaffen, in dem die wilden Blumen wachsen dürfen. Zum Dank könnt ihr euch nicht nur an den Blümchen, sondern auch an den Bienen und ihren Freunden erheitern.

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Übrigens ist unser Plan aufgegangen und es haben sich einige Insekten in unserem Insektenhotel gemütlich gemacht. Wir konnten bisher Ohrenkneifer und Wildbienen entdecken. Vor dem Insektenhotel habe ich ein kleines Wildblumenbeet angelegt. Hier wachsen unter anderem Fingerhut, Ringelblume, Kornblume und Kamille. Und es summt so herrlich!

In unserem Garten verzichten wir komplett auf Pestizide und Kunstdünger – der Natur und uns zuliebe. Vor allem mit den Kindern, die alles erforschen und probieren möchten, ist mir dies eine Herzensangelegenheit.

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Man sagt im Volksmund Schwalben bringen Glück. So freue ich mich, dass auch in diesem Sommer die Mehl- und Rauchschwalben zurückgekommen sind! Unterm Dach und im Stall nisten sie. Durch moderne Bauweisen wird auch ihnen immer mehr Lebensraum genommen. Dabei ist es wirklich schön sie und ihren Nachwuchs zu beobachten. Da sei doch über das bisschen Schwalbendreck schnell hinweg gesehen.

So kannst du mit deinem Garten oder Balkon etwas Gutes für die Umwelt tun:

  • Insektenhotel aufstellen
  • auf Pestizide und Pflanzenschutzmittel verzichten
  • Wildblumen säen und auch mal das „Unkraut“ stehen lassen
  • Bio-Obst und -Gemüse anbauen
  • Nisthilfen aufhängen
  • Totholz und Äste für Insekten und Igel liegen lassen
  • sinnvoll kompostieren
  • Wasserstellen einrichten

 

 

Hausgeburt: Das Landbaby ist da!

Im April war es endlich soweit, das Landkind durfte ihre kleine Schwester begrüßen! Eine lange Pause haben wir eingelegt, nachdem das kleine Landbaby das Licht der Welt erblickte. Wir haben uns Zeit genommen uns kennenzulernen, zu kuscheln und einzuleben. Es war für uns alle Liebe auf den ersten Blick. Und die große Schwester schmust, drückt und küsst liebevoll und überschwänglich – eben genau so, wie kleine Kinderhände es können.

Kleines Wunder

Ganz entspannt und gemütlich kam das kleine Wunder bei einer Hausgeburt zur Welt. Das hatten wir lange geplant. Es war ein großes Glück: alles kam so, wie ich es mir erhofft und vorgestellt hatte. Für mich und meinen Mann war es der reinste Luxus dieses intime Erlebnis Zuhause erfahren zu können.

Vertrauen in die Hebamme

Schon im Vorfeld war die Betreuung durch unsere Hausgeburts-Hebamme sehr viel intensiver und inniger als üblich – jedenfalls weit mehr als wir es zuvor mit dem Landkind, das im hiesigen Klinikum zur Welt kam, erlebt hatten. Ein enger und vertrauter Kontakt entstand im Laufe der Schwangerschaft, der sich positiv auf die Geburt auswirkte. Wir hatten großes Vertrauen in „unsere Hebamme“.

Hausgeburt – ein schwieriges Thema

Viele legten die Stirn kraus, als ich im Vorfeld von unserer geplante Hausgeburt erzählte. Das liegt meines Erachtens daran, dass die meisten Menschen sich bisher nicht mit dieser Thematik auseinandergesetzt haben. Völlig falsche Vorstellungen kamen in Gesprächen zum Vorschein.  Diese wandelten sich oft in reges Interesse. Weshalb ich hier auch unbedingt davon berichten möchte.

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Das Wichtigste: Entspannung

Auch in der Klinik konnte ich unter der ersten Geburt gute Erfahrungen machen. Ich habe damals ambulant entbunden. Dennoch war es mir zu wuselig und wenig privat. Noch mehr Entspannung konnte ich im eigenen Heim finden – die eigene Dusche, das eigene Bett, hier konnten wir unser Nest gut vorbereiten. Und ich glaube ganz fest daran, dass Entspannung und Ruhe das allerwichtigste unter der Geburt sind. Denn nur wenn wir uns entspannen, bewahren wir Ruhe mit dem Schmerz und können unseren Körper besser spüren.

Und so ging es ganz schnell: Das kleine Landbaby kam besonders flott und in unserem Wohnzimmer vor dem warmen Ofen zur Welt. Von der ersten Wehe an waren es nicht einmal anderthalb Stunden. Und schon konnten wir glücklich und erschöpft auf unserer Couch kuscheln, während das Landkind in der Nacht weiter ruhig uns selig schlafen konnte.

Kein Stress für das Landkind

Das war ein weiterer Pluspunkt. Das Landkind konnte unter der Geburt einfach in ihrem gewohnten Umfeld bleiben und das Landbaby gleich am nächsten morgen begrüßen. Im Notfall und auch tagsüber hätte sich die Großmutti gut gekümmert.

Liebevoll und kompetent Umsorgt

Ich erinnere mich an meine erste Geburt: eine Hebamme die gerade Dienst hatte betreute uns unter der Geburt, sie kam hin und wieder in den Kreissaal und ging dann um nach den anderen Damen zu schauen. Nun, bei uns Zuhause, hatte ich die voller Aufmerksamkeit zweier Hebammen für mich ganz allein. Welch ein Luxus!

Ich fühlte mich wirklich sehr gut aufgehoben und umsorgt. Alles verlief sehr ruhig und unsere Hebamme sowie ihre Unterstüzung handelten unseres Erachtens sehr bedacht und kompetent. Ich wusste, dass sobald nur eine Kleinigkeit das Baby oder mich in Gefahr bringe würde, sie nicht zögern würden uns in das Klinikum zu verlegen.

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Entbunden haben wir mit einem sehr erfahrenen und  kompetenten Hausgeburts-Team aus Lüneburg. Die Kosten für eine Hausgeburt trägt in der Regel ebenfalls die Krankenkasse.