Bienenwachstücher easy peasy selbstgemacht

Mittlerweile ein richtiger Trend in der „Zerowaste“-Bewegung sind Bienenwachstücher. Sie ersetzen Frischhaltefolie, sind dabei langlebig und somit umweltfreundlich. Wir machen sie schon seit einer ganzen Zeit selbst. Das geht ganz einfach und das Ergebnis ist sehr hübsch anzusehen.

Oft muss nachproduziert werden, da sie sich super als kleines Geschenk oder Mitgebsel für Freunde und Familie eignen. Auch in diesem Sommer, passend zur Picknick-Zeit, habe ich einen ganzen Schwung neuer Wachstücher gemacht.

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Dafür eignen sich alte Stoffreste: am besten dünne und nicht zu schwere Bio-Baumwollstoffe. Denn, wenn der Stoff dick und grob ist, wird die Wachsschicht schwer und fest. Zudem nehme ich eine große Metallschüssel (lässt sich einfacher reinigen), zwei alte Wäscheklammern, Zeitungspapier als Unterlage und natürlich Bienenwachs.

Das Bienenwachs sollte am Besten regional gekauft werden (kann aber im Notfall im Netz bestellt werden) und frei von Chemikalien und anderen Zusätzen sein. Ich bekomme meine naturbelassenen Bienenwachsplatten glücklicherweise direkt bei uns im Dorf.

Diese Wachsplatten zerkleinere ich – je nach Bedarf -, gebe sie in die Metallschüssel und diese in ein Wasserbad. Dort lasse ich den Wachs bei mittlerer Hitze komplett schmelzen (der Wachs sollte keine Blasen schlagen!). Meine zugeschnittenen Stofftücher klemme ich eins nach dem anderen an den Enden zwischen die Wäscheklammern und tunke den Stoff jeweils komplett in den flüssigen Wachs. Beim Herausziehen gut abtropfen lassen! Der Wachs erkaltet sehr schnell und das fertige Bienenwachstuch kann zum Trocknen auf die zuvor ausgebreitete Zeitung gelegt werden.

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Wenn dicke Wachsstellen oder Tropfen vorhanden sind oder der Wachs ungleichmäßig am Stoff haftet, so empfiehlt es sich das Wachstuch zwischen zwei Blatt Backpapier zu legen und es gleichmäßig zu bügeln. Fertig!

Nun können die Tücher zum Einsatz kommen: ob als Verpackung für das Butterbrot, als anpassbarer Deckel für Schüsseln, als natürliche Verpackung für Käse und Wurst – es ist sehr vielfältig einsetzbar und ersetzt die klassische Frischhaltefolie voll und ganz.

Gereinigt werden die Tücher unter warmem Wasser, sie sind abwischbar und das Bienenwachs sogar antibakteriell. Diese schnell selbstgemachten und hübschen Tücher lassen uns eine Menge Müll einsparen und helfen im Alltag vielseitig. Sie können klein gefaltet gut im Einkaufskörbchen landen und somit sogar den „Zerowaste“-Einkauf verschönern.

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Ebenfalls hervorragend für die Wachstuch-Produktion eignen sich Omas alte Stofftaschentücher, sie bringen die perfekte Größe mit und sehen meist sehr hübsch aus! Oma würde staunen..

Eine Woche voll Hygge

Anfang des vergangenen Monats waren wir viele bunte Tage in dem schönen und verträumten Örtchen Nystedt, im dänischen Lolland. Wir sind wirklich glücklich dort gelandet zu sein: so viel wunderschöne Natur, Ruhe und das Meer. Es gab intensive Familienzeit und viel zu entdecken..

Es wurden unendlich viele Steine und Muscheln gesammelt, verschiedenste Vogelarten entdeckt und lange Radtouren entlang des unendlich scheinenden Deichweges unternommen. Die Region ist wirklich herrlich für Radfahrer und Menschen, die sich in der Natur wohlfühlen, weg von Lärm und großen Städten.

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Weite Blumenwiesen – voll von Schafgarbe – säumen den Deich, entlang des Wassers gibt es einen Radweg direkt zum Hafen. Eine hübsche Burg ist von dort aus zu sehen, einige kleine Boote kehren hier ein. Natürlich gibt es original dänisches Softeis und Hotdogs sowie Fisch und Zimtschnecken.

Die Burg Aalholm ist das älteste noch bewohnte Schloss Dänemarks, sie wurde vermutlich im 13. Jahrhundert erbaut und fügt sich bis heute prachtvoll in die Szenerie.

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Die Kinder haben mit Vorlieb am Strand gespielt oder im Wasser geplanscht. Wir Großen konnten die Seele baumeln lassen und unsere Blicke auf das weite Meer schweifen lassen.

Die Vegetation hatte zu diesem Frühsommer einiges zu bieten: fast überall blühte es in Weiß- und Cremetönen – viel Holunder, Weißdorn und Mehlbeere. Außerdem wächst hier die seltene Arztstockrose. Ihre Samen lagen zuvor Monate im Brackwasser.

Im Vogelschutzgebiet ist Flora und Fauna ebenso eindrucksvoll. Aber auch Hasen, Rehe und Fasane gibt es rund um das kleine hübsche Örtchen zu entdecken. Innerorts wachsen ebenso Stockrosen in den unterschiedlichsten Formen und Farben, es scheint fast wie ein unausgesprochener Wettkampf unter den Bewohnern des gepflegten Ortes.

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Der Bäcker des Ortes ist ein kulinarisches Highlight: so köstlichen Kuchen gibt es doch selten zu kaufen. Ob Erdbeertörtchen, Zimtgebäck oder Baiser. Hier haben wir nahezu täglich ein kleines Nasch-Päuschen eingelegt, um dann mit dem Rad weiterzuziehen.

Für die Kleinen gab es selbstverständlich bunte Tüten, das gehört zum Dänemark-Urlaub für uns einfach dazu und auch wir Großen können uns da nur schwer zurückhalten.

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Der kleine Hafen von Nysted lädt zum Verweilen. Hier ist ein kleiner eingezäunter Spielplatz und ein nettes Café versorgt mit Kaffee, Bier und anderen Erfrischungen.

Am Abend, auf der Terrasse unseres Ferienhauses, spielten die Kinder oft lange Zeit mit den gefundenen Schätzen: Steine und Muscheln wurden sortiert, angemalt und auf unterschiedlichste Weise bespielt.

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Was mir besonders an Dänemark gefällt ist die Liebe zum Recyceln, zu Flohmärkten – insbesondere auch Haus- und Hofflohmärkten – sowie die vielen kleinen Secondhand-Läden (Røde Kors, Kirkens Korshær etc.). Die Menschen gehen hier, so mein Befinden, sehr viel sensibler mit dem Thema Recycling um. Es ist ganz natürlich sich nach etwas Gebrauchtem umzusehen. Und hat wirklich gar nichts mit Bedürftigkeit zu tun. Davon könnte sich Deutschland eine dicke Scheibe abschneiden. Es ist ein herrliches Gefühl hier und dort zu stöbern und bereitet mir große Freude. Für die Kinder finde ich wirklich tolle Kleider und auch wir halten die Augen immer nach etwas Besonderem offen, das uns einst an unseren Urlaub erinnern wird..


 

Wir waren in Nysted, einer kleinen Stadt an der Ostsee im südöstlichen Lolland. Mit der Fähre von Puttgarden nach Rødby lässt sich der Ort gut erreichen.

Ferienhäuser (zum Beispiel von Novasol) sind hier recht kostengünstig und der Ort weniger überfüllt als andere Urlaubsziele in Dänemark. Fahrräder mitnehmen oder leihen ist hier fast ein Muss. Denn erst dann lässt sich die tolle Umgebung gut entdecken. Außerdem eignen sich die Gewässer rund um Nysted wunderbar für das Segeln, Fahrten mit Kajak oder das Rudern.

Nysted und Umgebung eignen sich wunderbar für den Urlaub mit Kindern. Hier können die Kinder die Natur erkunden und sich frei bewegen, auch die meisten Ferienhäuser sind überaus kinderfreundlich eingerichtet.

Das schnellste & leckerste Sommeressen

Endlich kann das Gemüse aus dem Garten in Hülle und Fülle geerntet werden. Und an Sommer-Sonntagen, wenn man so fast gar nichts im Haus hat, bietet es sich besonders an, das zusammen zu bringen, was da ist. Ob Karotten, Rote Beete, Zucchini, Bohnen, Zwiebel, Kartoffel oder Pastinake, es wird einfach alles flott aufs Blech geschnibbelt. Dazu etwas Rosmarin, Knoblauch, Salz & Pfeffer sowie viel gutes Olivenöl – und ab in den Ofen! Zum Ofengemüse gibt es bei uns Kräuterquark (je nach dem, was da ist auch mal mit Crème Fraîche, Joghurt oder Saurer Sahne). Noch schnell ein paar Kräuter (zum Beispiel Schnittlauch, Petersilie, Estragon, Kresse, Thymian) und eventuell Frühlingsziebel  im Garten geerntet, gehackt, mit dem Quark vermengt und gewürzt – und schon kann geschlemmt werden.. mmmh! Guten Appetit!

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Landsommer – in 9 Bildern

Sommer ist..



Wir waren unterwegs im schönen Gerdautal – in und um Groß Süstedt.

Die leckersten Blaubeeren gibt es übrigens derzeit – von Juli bis August – bei Müllers Hofverkauf in Groß Süstedt! www.muellers-heidelbeeren.de