Sehnsucht: Michaelshof Sammatz – in 9 Bildern

Ende August hat es uns bei schönstem Sommerwetter noch einmal nach Sammatz gezogen. Die Bilder möchten wir euch natürlich nicht vorenthalten..



Hier findet ihr weitere Infos:

Wir haben schon einmal ausführlich über den Michaelshof in Sammatz berichtet: Michaelshof in Sammatz: Begegnungsort von Mensch und Natur

Farbspiel: Kreativ-Pause

Bei uns geht es kreativ momentan richtig zur Sache! Das Landkind kann stundenlang mit Materialien herum probieren und vor sich hin werkeln, aber besonders liebt es das Malen und Experimentieren mit Farben: Ganz egal ob Straßenkreide, Wasserfarben oder gar Fingerfarben – sie ist dann ganz für sich und taucht ein, in ihre ganz eigene bunte Welt. Ganz zu unserer Freude!

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  • Kreide 

Kreide bietet eine tolle Möglichkeit sich an der frischen Luft kreativ auszulassen und macht auch uns Großen noch super viel Spaß! Da entstehen riesige Bilder, ein Hüpfspiel oder filigrane phantasievolle Muster. Das Landkind bedient sich gern selbst an den Kreiden und legt dann ordentlich los. Da hat Mama dann gerne auch mal eine Tasse Kaffee in der Hand und schaut dem Landkind genüsslich beim Erschaffen der bunten Welt zu..

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  • Tusche

Mit der Tusche war es zu Anfang gar nicht so einfach. Musste unsere zweijährige Künstlerin doch erst einmal verstehen wie Wasserfarben zu benutzen sind: Erst den Pinsel in das Wasser, dann in die jeweilige Farbe und zwischendurch den Pinsel wieder auswaschen. Am Anfang haben wir viel zusammen getuscht, dann haben wir sie allein experimentieren lassen und mittlerweile ist sie ganz begeistert. Mal mit dem Pinsel, mal mit den Fingern – es entstehen schöne pastellene Werke, die ich gerne trockne, um sie später zum Beispiel noch als schönes Geschenkpapier zu benutzen. Für das Landkind ist es insbesondere spannend, dass die Farben durch das Wasser erblassen oder ineinander verlaufen. Sie kommt auf viele tolle Ideen, wenn wir sie in Ruhe machen lassen. Und wenn es doch mal langweilig wird, dann kommt der Strohhalm zum Pusten, eine alte Zahnbürste zum Spritzen oder anderes neues Material hinzu.

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  • Fingerfarben

Die allerliebste Lieblingsbeschäftigung ist das Patschen mit den Fingerfarben. Nackedei oder mit Kittel sitzt das Kind dann am Tisch oder gleich im Garten und schmiert nach Herzenslust mit den kräftigen Farben herum. Das gibt schon immer eine große Sauerei, aber macht einfach viel zu viel Spaß – vor allem, wenn es im Anschluss dann auch noch in die Badewanne geht. Da klebt die Farbe dann an der Nase, in den Haaren und sonst überall. Die schönsten Ergebnisse auf dem Papier werden ausgeschnitten und gerahmt – ein tolles Geschenk für Verwandte und Freunde. Fingerfarbe ist übrigens meist auswaschbar und sogar in ökologischer Variante zu bekommen.

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Ebenfalls sehr beliebt beim Landkind ist das Kneten. Hier gibt es viele tolle Produkte, ganz ohne Chemie. Noch besser und ganz easy ist Knetmasse aber auch selbstgemacht. Dazu möchte ich aber demnächst einen separaten Eintrag verfassen.

Wichtig beim kreativen Arbeiten mit Kindern ist: der Weg ist das Ziel! Für die Kleinen zählt nicht das Ergebnis, sondern der Prozess des Schaffens – das Experimentieren, Mischen, Matschen, Wischen und Kleckern..

Dies lag mir schon in einem früheren Eintrag sehr am Herzen: Kleine Mal- und Druck-Werkstatt

(Auch unter www.naturkinder.com und www.creadienstag.de)

 

Spätsommerlicher Gruß: Fliederbeer-Suppe

Diese köstliche Süßspeise ist ein echter Klassiker. Dennoch landet sie nur noch selten auf dem Tisch. Schade, obwohl sie mit ihrem himmlischen Geschmack  sowie ihrer kräftigen Farbe an Kindheit und Sommer erinnert. Holunder- oder auch Fliederbeeren lassen sich jedenfalls derzeit in Hülle und Fülle finden – vielleicht habt ihr jetzt ja auch Lust!

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Wir haben die Leckerei mit eingekochten Apfelschnitzen und Vanillepudding genossen. Den Klassiker gibt es normalerweise allerdings mit Grießklöschen.



Übrigens: Der Name „Fliederbeere“ ist recht irreführend. Handelt es sich hier doch um die Beeren des Holunders und nicht um jene des Flieders, der sowieso keine Beeren trägt. Doch im Plattdeutschen heißt der Holunder eben Flieder – so ist es hier im Norden!

Hoch sollst du Leben, kleines Landkind!

Das kleine Landkind hat Ende August seinen bereits zweiten Geburtstag gefeiert. Wir sind so unglaublich stolz auf unsere kleine wilde Hummel. So viele große Fortschritte hat sie im letzten Lebensjahr gemacht, ist mutig, selbstbewusst und selbstständig geworden – und vor allem eine sehr liebevolle große Schwester. Das musste selbstverständlich ordentlich gefeiert werden!

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Bei uns gibt es am Geburtstagsmorgen einen kunterbunten Geburtstags-Überraschungstisch mit Blumen, Luftballons, Kerzen, Luftschlangen – und natürlich Geschenken! Da waren die Augen des Landkindes groß. Es staunte nicht schlecht, als wir dann auch noch zu einem Geburtstagslied anstimmten. Es konnte kaum begreifen, was da vor sich ging, obwohl wir zuvor tagelang gemeinsam auf diesen besonderen Tag hin fieberten..

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Viel viel aufregender als die Geschenke war jedoch der Geburtstagskuchen – mit extra viel Schokolade. So wie gewünscht! Bis zur Feier am Nachmittag fehlten schon einige der bunten Schokolinsen. Schlich sich das Landkind doch immer wieder zum Kuchen, um sie zu stibitzen. Ich musste sehr schmunzeln, denn sie war es tatsächlich, die auf ihre Gäste warten wollte, bis der Kuchen gegessen werden durfte.

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Um die Geschenke haben wir uns wieder viele viele Gedanken gemacht. Um den bevorstehenden Herbst so gemütlich und spannend wie möglich gestalten zu können, wünschten wir uns für das Landkind Spiele und Bücher. Außerdem gab es eine Puppe und eine kleine Schubkarre für den Garten. Die Puppe – so wie das Baby bei Mama – im Tragetuch wird die Schubkarre nun fleißig und stolz durch den Garten geschoben.

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Dieses Buch ist einfach wundervoll: liebevoll und detailreich illustriert, kunterbunt und lehrreich. An Regentagen können wir nun außerdem mit dem Landkind die Spielregeln von Memory, Obstgärtchen und „Tempo kleine Schnecke“ üben. Darauf sind wir sehr gespannt.

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Das große Highlight war die „Toniebox“. Mit ihr können nun an muckeligen Herbsttagen spannende Hörspiele gehört werden – etwas ganz Neues für das Landkind. Sie war ganz aus dem Häuschen, als sie heraus fand, dass die kleine Box beginnt eine Geschichte zu erzählen, sobald eine Figur daraufgestellt wird. In den letzten Tagen haben wir bereits eine Höhle gebaut, um in ihr eingekuschelt einem Hörspiel zu lauschen..

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Alles in allem war das kleine Landkind doch noch recht überfordert mit seinen Geschenken. Deshalb haben wir uns Tag für Tag mit jeweils einem der Geschenke auseinandergesetzt. Somit blieb noch etwas vom Geburtstagszauber und das Landkind konnte seine Geschenke voll und ganz genießen – vor allem erfreute es sich so an jedem einzelnen.

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Das Wetter zeigte sich am großen Tag glücklicherweise noch einmal von seiner besten Seite und wir konnten einen wunderschönen Nachmittag im Garten genießen. In diesem Jahr haben wir noch ohne Spielkameraden, ganz gemütlich im Kreise der Familie, gefeiert. Und das war auch gut so, denn für das Landkind war der Geburtstag schon so aufregend genug!

„Adieu“, sagt der Sommer – mit einem letzten Mahl aus dem Garten

Üppig wuchs in diesem Jahr unser Gemüse, die Sonne gab ihm einem herrlichen Duft und vor allem ein köstliches Aroma. Viele viele Tage konnten wir einiges einfach ernten und es sofort verspeisen oder damit etwas leckeres am Herd zaubern..

Nun ist der Sommer fast vorbei, er sagt „Adieu“ mit einem köstlichen Abendessen:

Tomaten, die nach Sonne Duften und duftendes Basilikum, das schmeckt wie Urlaub! Außerdem: Erste Kartoffeln mit Rosmarin und Knoblauch, dazu grüne Bohnen (die schmecken einfach nur aus dem Garten sooo unheimlich gut!) mit Zwiebeln – verfeinert mit ein wenig Speck.

Wir freuen uns schon jetzt auf das nächste Gartenjahr! Und ich habe schon große Pläne: im nächsten Jahr möchte ich die Anbaufläche unbedingt noch einmal vergrößern. Aber nun begrüßen wir erst einmal den Herbst: Birnen, Äpfel, Kastanien, Pflaumen und Nüsse warten darauf vernascht zu werden..

Ein Stück Natur – in 9 Bildern

Oft sind es doch die kleinen Dinge, die den Alltag besonders schön machen – und so erfreuen wir uns mit dem Landkind oft an Blumen, Früchten oder anderen spannenden Sachen, die wir in Garten, Wald und Wiese entdecken.

Manchmal ist es nicht das ganz tolle Spielzeug, manchmal ist es doch so einfach: etwas ganz Besonderes durch Wald, Garten und Wiesen zu stapfen – zu riechen, zu entdecken, zu fühlen! Gerade wenn die Tage mal etwas anstrengender sind, dann hilft es uns runterzufahren und uns auf die wichtigen Dinge zu besinnen..

Michaelshof in Sammatz: Begegnungsort von Mensch und Natur

Wir haben uns eine kleine Auszeit in der Region gegönnt. Nicht weit von uns, im Wendland. Mit unseren Fahrrädern im Gepäck haben wir uns auf den Weg gemacht, um dieses Mal den Michaelshof zu erkunden, eine Anthroposophische-Kommune.

Es handelt sich dabei um eine Lebens- und Arbeitsgemeinschaft von 75 festen Mitarbeitern und ihren 30 Kindern, Helfern aus aller Welt und weiteren Kindern sowie Jugendlichen in betreuten Wohngruppen.

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Gestartet sind wir von einem Parkplatz in Schutschur, einem kleinen Ort an der Elbe. Von dort aus lässt es sich wunderbar durch Wald und Wiese zum Michaelshof im Ort Sammatz (nördliches Wendland) wandern – beziehungsweise mit dem Rad fahren. Aber Achtung: Die Strecke ist recht hügelig.

 

Garten-Rundgang, Café am Michaelshof und Hofladen

Der Michaelshof hat vieles zu bieten: Neben einem wunderschönen und weitläufigen Garten mit Vogelvoliere, der unbedingt für einen Spaziergang (Garten-Rundweg) genutzt werden sollte, findet sich eine hauseigene Bäckerei sowie Meierei und ein sehr gemütliches Bio-Café. Hier gibt es herrliches Eis und köstliche Torten sowie ausgiebiges Frühstück und Brotzeiten – alles bio und wirklich zu empfehlen. Viele der Produkte finden sich im gutsortierten Hoflädchen wieder. Die Terrasse des Cafés bietet viel Platz.

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Waldsee

Wer durch das Gelände spaziert, staunt nicht schlecht, wenn er zum wirklich wunderschön angelegten Waldsee gelangt. Hier lässt es sich aushalten, vor allem mit einem guten Buch! In den Ohren das Zwitschern der Vögel und das leise Surren der Insekten..

 

Wer hier her kommt, sollte genügend Zeit und Ruhe mitbringen. Dieser Ort ist auch für Kinder ein wirklich tolles Erlebnis.

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Garten zum Träumen

Das Landkind erfreut sich am kühlen Nass. Viele kleine Brunnen und Teiche zieren den schönen Garten. Auf dem Weg begegnet uns eine Familie Laufenten. Wir finden es hier ganz zauberhaft!

 

Im Garten duftet es herrlich nach Lilien, überall lassen sich kleine grüne Nischen und interessante Ecken entdecken – der Garten ist einfach traumhaft. Gartenbau und Landwirtschaft fußen hier auf den Grundsätzen der Anthroposophie.

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Harmonisch

Der Garten umrahmt die Fachwerkhäuser des Hofes. Die Pflanzen, Tiere und Menschen, das alles zusammen gibt ein sehr harmonisches Bild ab. Wer mag findet hier nicht nur eine Auszeit vom Alltag, sondern auch interessante Gespräche und gutes Essen.

 

Auf dem Gelände lassen sich viel Hübsches, ein wenig Kunst, Pflanzen und Kräuter, alte Obstbäume und verschiedenste Rosenarten entdecken. Es heißt explizit: „Rasen betreten erlaubt“. Das war uns gleich sympathisch!

 

Landwirtschaft und Gärtnerei

Um den Hofladen liegt die biologisch-dynamische Landwirtschaft des Hofes, neben dem Anbau von Obst, Gemüse und Kräutern finden sich hier alte Nutztierrassen: Schweine, Ziegen, Kühe, Hühner, Esel, Schafe und Pferde. Das Landkind wollte hier gar nicht mehr weg! Die Ställe sind wirklich großzügig und schön angelegt, die Tiere leben hier, wie wir es selten sehen – ganz wie in unseren Bauernhof-Bilderbüchern..

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Zum Abschied an die Elbe

Nach unserer Rückkehr vom Michaelshof haben wir den Tag an der Elbe ausklingen lassen. Dort konnten wir noch ein wenig die Füße ins Wasser strecken und den Elbufersand unter unseren Füßen spüren, bis wir die Heimreise antraten. Ein absolut herrlicher Tag!

 



*Michaelshof im Dorfe 11, in Sammatz bei Neu Darchau (Hitzacker) an der Elbe, www.michaelshof-sammatz.de

Es lohnt sich sicher zu ruhigerer Stunde, wahrscheinlich unter der Woche, diesen Ort zu besuchen. Man sagte uns, dass der Hof an Sommer-Wochenenden gut besucht sei.