„Adieu“, sagt der Sommer – mit einem letzten Mahl aus dem Garten

Üppig wuchs in diesem Jahr unser Gemüse, die Sonne gab ihm einem herrlichen Duft und vor allem ein köstliches Aroma. Viele viele Tage konnten wir einiges einfach ernten und es sofort verspeisen oder damit etwas leckeres am Herd zaubern..

Nun ist der Sommer fast vorbei, er sagt „Adieu“ mit einem köstlichen Abendessen:

Tomaten, die nach Sonne Duften und duftendes Basilikum, das schmeckt wie Urlaub! Außerdem: Erste Kartoffeln mit Rosmarin und Knoblauch, dazu grüne Bohnen (die schmecken einfach nur aus dem Garten sooo unheimlich gut!) mit Zwiebeln – verfeinert mit ein wenig Speck.

Wir freuen uns schon jetzt auf das nächste Gartenjahr! Und ich habe schon große Pläne: im nächsten Jahr möchte ich die Anbaufläche unbedingt noch einmal vergrößern. Aber nun begrüßen wir erst einmal den Herbst: Birnen, Äpfel, Kastanien, Pflaumen und Nüsse warten darauf vernascht zu werden..

Garten-Tage – in 9 Bildern

Die schönsten Tage verbringen wir meist im Garten, unserem grünen Wohnzimmer. Hier sind wir glücklich, entspannen, genießen und entdecken. Alles spielt sich bei den herrlichen Sommer-Temperaturen draußen ab..

 

Die Hortensien und Rosen in unserem Garten erfreuen mich Tag für Tag. Leider ist nun die Kirsch- und Beerensaison, was unsere Pflanzen betrifft, endgültig vorüber. Dafür ernten wir derzeit wirklich viele Gurken und Zucchinis. Zum Glück geht es jetzt so richtig mit den hiesigen Blaubeeren los!  Und davon gibt es hier in der Region zum Glück reichlich.

Umweltfreundlicher Sommergarten

Mit den vielen vielen warmen Sonnenstrahlen ist unser Obst und Gemüse ordentlich gewachsen. Das Landkind ist schon ganz aus dem Häuschen und kommt aus dem Naschen nicht mehr heraus. Dieses Jahr scheint ein wirklich gutes Erntejahr zu werden. Und auch die Blumen, Insekten und Vögel sorgen für Sommerlaune. Dabei versuchen wir auch in unserem Garten immer auf die Umwelt zu achten: für die biologische Vielfalt und für unsere Gesundheit.

An unseren Obststräuchern wachsen Johannisbeeren, Stachelbeeren sowie Himbeeren und Blaubeeren. Von den sauren Johannisbeeren konnten wir schon unzählige kosten. Und auch die Erdbeeren in einem unserer Hochbeete bieten uns jeden Tag neue Früchte zum Genuss – man pflanzt sie am Besten an die Kante. Das Landkind liebt vor allem die Erdbeeren – und so bekommt der schmunzelnde Rest der Familie nur selten eine ab.

Es empfiehlt sich hauptsächlich heimische Obst- und Gemüsesorten wie auch Pflanzen in den eigenen Garten zu bringen. Exotische Pflänzchen sehen zwar meist hübsch aus, bieten den Insekten jedoch oft nicht genügend Nahrung.

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Meine Hochbeete erfreuen mich in diesem Sommer am meisten. Das Obst und Gemüse gedeiht hier drin scheinbar besonders gut. In diesem Hochbeet (Foto) wachsen neben Erdbeeren, Kopfsalat, Paprika und Chili. Im zweiten Hochbeet (siehe Beitragsbild) dürfen im Laufe des Sommers Gurken, mexikanische Mini-Gurken, Zucchini und Lollo Bionda geerntet werden. Außerdem probiere ich es mit Süßkartoffeln, die ich dann im Oktober ausgraben werde. Sie schmeckt nicht nur hervorragend, auch ihre Pflanze sieht außerdem sehr hübsch aus (Beitragsbild rechts unten) und wird bald weiße Blüten tragen. Man kann sie auch in einem großen Kübel leicht heranziehen. Mit dem Schafsmist als natürlichen Dünger wächst alles ganz hervorragend.

Einige Gurken durften wir uns schon schmecken lassen. Und es ist eben ein ganz anderer Geschmack, wenn es aus dem eigenen Garten stammt – mit Liebe und ganz ohne Pestizide gewachsen. Die Cherry-Tomaten, die an der Hauswand auf der Sonnenseite stehen, brauchen noch ein Weilchen, auf die Zucchini hingegen dürfen wir uns schon freuen: die erste wird in wenigen Tagen reif sein.

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Das Landkind testet unterdessen die Sauerkirschen, da die süßen noch nicht reif sind. Beide Bäume hängen voll mit den schmackhaften Früchtchen. Des Weiteren wird uns das Garten-Jahr noch Äpfel, Quitten, Pflaumen und Mispeln bieten. Ich hoffe, dass ich es auch mit Landbaby schaffe etwas Marmelade und Co. herzustellen. Vielleicht kann ich sogar das erste Mal etwas aus den eher unscheinbaren Mispeln zaubern.

Die Äpfel recken sich schon gen Sonne sowie die unzähligen Brombeeren (auch super für die Bienen), die sonst hauptsächlich von den Heidschnucken verschmaust wurden. Außerdem haben wir in diesem Jahr zwei unterschiedliche Sorten der Andenbeere (auch Physalis oder Kapstachelbeere) gepflanzt und sind gespannt, was daraus wird (Bild rechts). Beide Pflanzen sind gut gewachsen und bilden Früchte aus.

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Natürlich darf es auch an mediterranen Kräutern nicht fehlen. Diese habe ich in große Tonkübel gepflanzt. Darunter Oregano, Basilikum, Thymian, Rosmarin und Lavendel. Aber auch Petersilie und Schnittlauch dürfen nicht fehlen. Beim Basilikum habe ich mich in diesem Jahr für eine eher außergewöhnlichere Sorte entschieden: einen Mini-Basilikum mit kleinen feinen sowie aromatischen Blättchen (Foto Mitte). Zu meiner Freude tummeln sich auch hier die Insekten.

Neben Obst, Gemüse und Kräutern wächst allerhand anderes. Derzeit erfreuen wir uns vor allem an den üppig blühenden Rosen. Auf der Wiese unten am Fluss tummeln sich unzählige Schmetterlinge, Libellen und andere Insekten. Hier finden sie nahezu unberührten Lebensraum. Es ist ein Genuss über diese Wiese herunter zum Wasser zu blicken und den vielen Schmetterlingen beim Tanzen zuzusehen.

Überlegt euch doch auch mal so ein kleines Paradies zum Schutz der Artenvielfalt in eurem Garten zu schaffen. Es gibt spezielle Wiesenblumen-Mischungen im Fachhandel. Einfach einen kleinen abgegrenzten Bereich schaffen, in dem die wilden Blumen wachsen dürfen. Zum Dank könnt ihr euch nicht nur an den Blümchen, sondern auch an den Bienen und ihren Freunden erheitern.

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Übrigens ist unser Plan aufgegangen und es haben sich einige Insekten in unserem Insektenhotel gemütlich gemacht. Wir konnten bisher Ohrenkneifer und Wildbienen entdecken. Vor dem Insektenhotel habe ich ein kleines Wildblumenbeet angelegt. Hier wachsen unter anderem Fingerhut, Ringelblume, Kornblume und Kamille. Und es summt so herrlich!

In unserem Garten verzichten wir komplett auf Pestizide und Kunstdünger – der Natur und uns zuliebe. Vor allem mit den Kindern, die alles erforschen und probieren möchten, ist mir dies eine Herzensangelegenheit.

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Man sagt im Volksmund Schwalben bringen Glück. So freue ich mich, dass auch in diesem Sommer die Mehl- und Rauchschwalben zurückgekommen sind! Unterm Dach und im Stall nisten sie. Durch moderne Bauweisen wird auch ihnen immer mehr Lebensraum genommen. Dabei ist es wirklich schön sie und ihren Nachwuchs zu beobachten. Da sei doch über das bisschen Schwalbendreck schnell hinweg gesehen.

So kannst du mit deinem Garten oder Balkon etwas Gutes für die Umwelt tun:

  • Insektenhotel aufstellen
  • auf Pestizide und Pflanzenschutzmittel verzichten
  • Wildblumen säen und auch mal das „Unkraut“ stehen lassen
  • Bio-Obst und -Gemüse anbauen
  • Nisthilfen aufhängen
  • Totholz und Äste für Insekten und Igel liegen lassen
  • sinnvoll kompostieren
  • Wasserstellen einrichten