Mein Soul Food: Rohkost-Salat

Genau das Richtige bei diesem Schmuddel-Wetter: eine große Schale Rohkost-Salat. Das ist für mich Soul Food – und zwar nach einem langen Tag stilecht auf der Couch genossen. Was recht verstaubt und altmodisch klingt, schmeckt wirklich herrlich und macht echt Gute Laune. Mal fern ab von den ganzen Vitaminen..

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Schnell die Karotten, ein wenig Apfel und den Knollensellerie geputzt und geraspelt, flott den Rotkohl schön fein geschnitten, daraufhin das Sellerie-Grün und etwas Frühlingszwiebel sowie Walnüsse gehackt. Alles ganz nach belieben. Zum Schluss werden etwas Zitronensaft, Rapsöl und ein großer Löffel Creme Fraiche hinzugegeben und alles gut vermengt. Abgeschmeckt mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer – fertig!

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Das Ganze am Besten etwas ziehen lassen und zum Genuss eine dicke frische Scheibe Vollkornbrot dazu. Das ist verdammt lecker! Zudem enthält das Gemüse roh die meisten Nährstoffe. Die Walnüsse – ohne Frage – sind gut fürs Köpfchen.

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Je nach dem, was wir gerade im Haus haben gibt es den Salat unter anderem auch mal mit Haselnüssen, Schnittlauch, Fenchel, Kohlrabi oder Radieschen. Er eignet sich neben dem Genuss Zuhause ebenfalls gut für die Schule oder die Arbeit und schmeckt auch noch am nächsten Tag wunderbar. Guten Appetit!

Den Herbst zelebrieren – mit Kürbissuppe

Es ist soweit: Der erste Herbststurm zieht durchs Land, die dicken Eichen biegen sich im Wind und das Laub rieselt leise hinab. Wir haben es uns heute auf der Couch mit Wolldecke, Tee und Büchern gemütlich gemacht. Nachdem wir uns am Nachmittag doch zu einem Spaziergang hinreißen ließen, hatten wir das Bedürfnis eine kräftige, heiße Suppe zu zu schlürfen..

Damit war der Herbst für uns eindeutig eingeläutet! Zum Glück hatten wir noch einen kleinen Hokkaido-Kürbis, eine Stange Porree, drei kleine Kartoffeln, zwei dicke Karotten und etwas Süßkartoffel im Haus. Schnell geschält und geschnippelt landete alles im Topf. Hinzu kam eine Knoblauchzehe und flott, auf das in Rapsöl angeschwitzte Gemüse, ordentlich Gemüsebrühe – etwa so viel, dass das Gemüse gut bedeckt war. Wir mögen unser Gemüse-Süppchen gern schön dick, vor allem das Landkind.

Nachdem das Ganze eine Weile köchelte wurde alles püriert, noch schnell ein großer Löffel Creme Fraiche sowie Salz und Pfeffer hinzu. Einfach schmeckt es doch meist am Allerbesten!

Garniert mit noch mehr Creme und ein wenig Liebstöckel aus dem Garten konnten wir unsere Suppe dann genießen, während wir durch das Fenster den kleinen Herbststurm verfolgten. Ein schöner Start in die gemütlichste aller Jahreszeiten..

Pfifferling-Segen

Welch ein Glück, ein wahrer Pfifferling-Segen kam über uns. Das köstliche Gold wandert nun zu uns in den Ofen und beglückt uns dann das ganze Jahr über.

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Die meiste Arbeit macht das Putzen der Pfifferlinge. Es regnet draußen, drinnen ist es dafür umso gemütlicher. Dafür setzen wir uns gemütlich an den großen Esstisch mit genügend Licht und netter Musik. Das Landkind mampft eine Banane, während Mama und Papa sich an das große Säubern machen. Am einfachsten geht das mit einer Pilzbürste. Niemals mit Wasser waschen! Denn dann verlieren unsere kleinen Freunde ihr leckeres Aroma.

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Nach dem Putzen schneiden wir die goldenen Pilze in dünne Scheiben, so trocknet sie schneller. Schlechte oder matschige Stellen abschneiden. Anschließend werden sie auf zwei großen Backblechen verteilt – am Besten so, dass nicht allzu viele übereinander liegen!

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Bei etwa 50 Grad und Umluft geht es ab in den Ofen, für einige Stunden. Zwischen die Ofentür muss unbedingt ein Kochlöffel geklemmt werden, damit die Feuchtigkeit entweichen kann. Zwischendurch schauen wir immer mal wieder nach, wie weit die Pilze sind.. Zwischendurch empfiehlt es sich, die Pfifferlinge zu wenden.

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Nach einiger Zeit sind sie um ein vielfaches geschrumpft, di Pilze fühlen sich nun recht gummrig an. In der ganzen Küche duftet es nach Pfifferlingen. Es ist Zeit sie herauszunehmen. In einem feinen Sieb (damit sie auch von unten etwas Luft bekommen) trocknen sie nun noch ein paar Tage an der Luft. Danach wandern sie in eine hübsche Blechdose.

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Den Winter über wandern dann immer mal wieder ein paar Pfifferlinge zu Braten und Co. in den Topf – und geben ein wunderbares Aroma! Köstlich!

Weitere Infos zum Thema Pfifferlinge – wo ihr sie findet und wie ihr sie am besten erntet – findet ihr hier: Glückspilz!

Auch auf www.naturkinder.com

Kleine Mal- und Druck-Werkstatt

Es ist etwas Wunderbares mit Kindern kreativ zu sein. Das Spannende daran ist nicht das Endprodukt, sondern der Prozess: das viele Ausprobieren und Entdecken. Und die intensive gemeinsame Zeit, in der auch wir Großen wieder zu kleinen unbefangenen Entdeckern werden. Denn hier ist kein Platz für Regeln und Vorgaben, der Kreativität soll freien Lauf gelassen werden.

Am Wochenende haben wir mit einigen lieben Freunden gemeinsam mit Naturmaterialien und kinderfreundlichen Farben einen sehr bunten und fröhlichen Nachmittag verlebt. Da wurde gedruckt, geklebt, geschnitten, gematscht, gemischt und gestaunt. Und ja, es ist der Hit die Farben immer wieder zu mischen, bis eine braune Pampe entsteht..

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Einige Blattarten (Eiche, Buche, Farn, Esche etc.), Zapfen, Federn, Äste, Rinden, Moos und mehr sorgten für Überraschungen auf dem Papier. Die bunte Kreativ-Runde fand draußen statt, so konnten während des „Malens“ weitere Materialien hinzukommen. Auch das Landkind hat seine ersten Erfahrungen mit Farbe gemacht – nicht nur das Papier, auch wir waren am Abend kunterbunt. Und: Gemeinsam Kreativ sein schweißt zusammen!

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Freies Malen und Gestalten ist für Kinder wie das unbeeinflusste Spielen, etwas in das sie sich vertiefen können, etwas bei dem sie ihrer Neugier folgen können, sich Ausprobieren dürfen. Es ist wirklich unglaublich, was den Kindern alles so einfällt, wenn man sie wirklich machen lässt – ohne zu beeinflussen. Wer genau hinschaut, kann schnell feststellen, dass das Malen nicht nur für die Kleinen eine tolle Ausdrucksform sein kann. Viele verschiedene Techniken führen zu unerwarteten Ergebnissen, es entsteht immer wieder etwas Neues, Individuelles. Konzentration, Selbstbewusstsein, Fein- sowie Grobmotorik und soziale Kompetenz im Miteinander werden ganz von selbst gefördert. Es geht eben nicht darum, dass unsere Kinder allesamt kleine Van Goghs werden, sondern vielmehr darum, dass sie sich entdecken und am Prozess Freude haben.



Zum Arbeiten mit Farben und Kindern eignet sich zum Beispiel die Guache-Farbe Redimix von Color & Go, die in ihren Maleigenschaften wie auch im Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugt. Sie lässt sich aus der Kleidung gut herauswaschen und ist ungiftig. Viele verschiedene Materialien lassen sich mit der Farbe bemalen.

Der Artikel ist auch auf www.naturkinder.com sowie www.creadienstag.de zu finden.

Süße Kindheitserinnerung: Karamellbonbons

Wie man aus wenigen Zutaten etwas ganz Besonderes machen kann, daran habe ich mich neulich erinnert, als ich Karamellbonbons genascht habe. Denn selbstgemacht schmecken die doch viel besser als gekauft. Ich musste sofort an meine Kindheit denken und daran, wie sehr ich den Duft des flüssigen Karamells in der Pfanne mochte.

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Deshalb machte ich mich gleich mal ran, das Landkind schaute interessiert zu – wie gut, dass es noch nicht weiß, wie gut dieser Süßkram schmeckt – und machte Karamellbonbons. Die lassen sich nicht nur selbst genießen, sondern auch super verschenken. Dafür habe ich ein paar hübsche Papier-Bonbontüten aus Papier gefaltet.

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Für die Bonbons benötigt ihr im Grunde nur Zucker und Butter. Ich füge gern noch einen Schuss Sahne hinzu – wenn schon auf die Hüften, dann doch richtig! Statt weißem Zucker, habe ich Urzucker verwendet, der einen intensiveren Geschmack hat. Weißer Zucker geht aber genauso gut.

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Etwa 200 Gramm Zucker mit ungefähr 70 Gramm Butter in einer heißen sowie gut beschichteten Pfanne karamellisieren lassen. Dann einen Schuss Sahne hinzufügen und die Masse unter rühren köcheln lassen, bis sich keine Blasen mehr bilden.

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Nun die Masse auf eine hitzebeständige Unterlage mit Backpapier geben und sie fest werden lassen. Nach einer Weile ziehe ich Bruch-Linien mit einem Messer, das macht es mir später einfacher. Sobald das Karamell abgekühlt ist, breche ich es in Stücke und gebe es in die vorgefertigten Bonbon-Tüten.

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Trocken und kühl können die Bonbons sehr lange aufbewahrt werden, wenn sie denn nicht schnell im Bauch verschwinden. Wer mag, kann zur Masse in der Pfanne noch zerkleinerte Haselnüsse oder Ähnliches hinzugeben.

Viel Spaß beim Nachmachen und lasst es euch schmecken!

 

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Landart-Vorfreude

Wir haben nun endlich unser kleines Landart-Projekt vorbereitet. Für unser Wald-Werk wurde aus vielen Weidenzweigen ein großer Kranz..

Was daraus im Walden Westen (Lintzel) wird, das könnt ihr auf der blauen Route (Eröffnung am Sonntag, 11. Juni, 15 Uhr, Dorfplatz Lintzel) der Landart Uelzen – und natürlich auch hier auf dem Blog – entdecken. Morgen wird dann im Wald fleißig weiter gearbeitet..

Das Landkind hat natürlich auch tüchtig bei den Vorbereitungen geholfen. Wir freuen uns schon darauf fünf tolle Landart-Routen zu erkunden und werden euch daran teilhaben lassen!



Landschaft wird wieder Kunst, vom 9. Juni bis zum 9. Juli 2017 im Landkreis Uelzen. Fünf Routen – in Uelzen, Bad Bevensen, Ebstorf, Hösseringen und Lintzel – laden dazu ein in und mit der Natur zu entdecken..

Weitere Informationen finden sich hier.