Eine Woche voll Hygge

Anfang des vergangenen Monats waren wir viele bunte Tage in dem schönen und verträumten Örtchen Nystedt, im dänischen Lolland. Wir sind wirklich glücklich dort gelandet zu sein: so viel wunderschöne Natur, Ruhe und das Meer. Es gab intensive Familienzeit und viel zu entdecken..

Es wurden unendlich viele Steine und Muscheln gesammelt, verschiedenste Vogelarten entdeckt und lange Radtouren entlang des unendlich scheinenden Deichweges unternommen. Die Region ist wirklich herrlich für Radfahrer und Menschen, die sich in der Natur wohlfühlen, weg von Lärm und großen Städten.

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Weite Blumenwiesen – voll von Schafgarbe – säumen den Deich, entlang des Wassers gibt es einen Radweg direkt zum Hafen. Eine hübsche Burg ist von dort aus zu sehen, einige kleine Boote kehren hier ein. Natürlich gibt es original dänisches Softeis und Hotdogs sowie Fisch und Zimtschnecken.

Die Burg Aalholm ist das älteste noch bewohnte Schloss Dänemarks, sie wurde vermutlich im 13. Jahrhundert erbaut und fügt sich bis heute prachtvoll in die Szenerie.

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Die Kinder haben mit Vorlieb am Strand gespielt oder im Wasser geplanscht. Wir Großen konnten die Seele baumeln lassen und unsere Blicke auf das weite Meer schweifen lassen.

Die Vegetation hatte zu diesem Frühsommer einiges zu bieten: fast überall blühte es in Weiß- und Cremetönen – viel Holunder, Weißdorn und Mehlbeere. Außerdem wächst hier die seltene Arztstockrose. Ihre Samen lagen zuvor Monate im Brackwasser.

Im Vogelschutzgebiet ist Flora und Fauna ebenso eindrucksvoll. Aber auch Hasen, Rehe und Fasane gibt es rund um das kleine hübsche Örtchen zu entdecken. Innerorts wachsen ebenso Stockrosen in den unterschiedlichsten Formen und Farben, es scheint fast wie ein unausgesprochener Wettkampf unter den Bewohnern des gepflegten Ortes.

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Der Bäcker des Ortes ist ein kulinarisches Highlight: so köstlichen Kuchen gibt es doch selten zu kaufen. Ob Erdbeertörtchen, Zimtgebäck oder Baiser. Hier haben wir nahezu täglich ein kleines Nasch-Päuschen eingelegt, um dann mit dem Rad weiterzuziehen.

Für die Kleinen gab es selbstverständlich bunte Tüten, das gehört zum Dänemark-Urlaub für uns einfach dazu und auch wir Großen können uns da nur schwer zurückhalten.

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Der kleine Hafen von Nysted lädt zum Verweilen. Hier ist ein kleiner eingezäunter Spielplatz und ein nettes Café versorgt mit Kaffee, Bier und anderen Erfrischungen.

Am Abend, auf der Terrasse unseres Ferienhauses, spielten die Kinder oft lange Zeit mit den gefundenen Schätzen: Steine und Muscheln wurden sortiert, angemalt und auf unterschiedlichste Weise bespielt.

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Was mir besonders an Dänemark gefällt ist die Liebe zum Recyceln, zu Flohmärkten – insbesondere auch Haus- und Hofflohmärkten – sowie die vielen kleinen Secondhand-Läden (Røde Kors, Kirkens Korshær etc.). Die Menschen gehen hier, so mein Befinden, sehr viel sensibler mit dem Thema Recycling um. Es ist ganz natürlich sich nach etwas Gebrauchtem umzusehen. Und hat wirklich gar nichts mit Bedürftigkeit zu tun. Davon könnte sich Deutschland eine dicke Scheibe abschneiden. Es ist ein herrliches Gefühl hier und dort zu stöbern und bereitet mir große Freude. Für die Kinder finde ich wirklich tolle Kleider und auch wir halten die Augen immer nach etwas Besonderem offen, das uns einst an unseren Urlaub erinnern wird..


 

Wir waren in Nysted, einer kleinen Stadt an der Ostsee im südöstlichen Lolland. Mit der Fähre von Puttgarden nach Rødby lässt sich der Ort gut erreichen.

Ferienhäuser (zum Beispiel von Novasol) sind hier recht kostengünstig und der Ort weniger überfüllt als andere Urlaubsziele in Dänemark. Fahrräder mitnehmen oder leihen ist hier fast ein Muss. Denn erst dann lässt sich die tolle Umgebung gut entdecken. Außerdem eignen sich die Gewässer rund um Nysted wunderbar für das Segeln, Fahrten mit Kajak oder das Rudern.

Nysted und Umgebung eignen sich wunderbar für den Urlaub mit Kindern. Hier können die Kinder die Natur erkunden und sich frei bewegen, auch die meisten Ferienhäuser sind überaus kinderfreundlich eingerichtet.

Michaelshof in Sammatz: Begegnungsort von Mensch und Natur

Wir haben uns eine kleine Auszeit in der Region gegönnt. Nicht weit von uns, im Wendland. Mit unseren Fahrrädern im Gepäck haben wir uns auf den Weg gemacht, um dieses Mal den Michaelshof zu erkunden, eine Anthroposophische-Kommune.

Es handelt sich dabei um eine Lebens- und Arbeitsgemeinschaft von 75 festen Mitarbeitern und ihren 30 Kindern, Helfern aus aller Welt und weiteren Kindern sowie Jugendlichen in betreuten Wohngruppen.

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Gestartet sind wir von einem Parkplatz in Schutschur, einem kleinen Ort an der Elbe. Von dort aus lässt es sich wunderbar durch Wald und Wiese zum Michaelshof im Ort Sammatz (nördliches Wendland) wandern – beziehungsweise mit dem Rad fahren. Aber Achtung: Die Strecke ist recht hügelig.

 

Garten-Rundgang, Café am Michaelshof und Hofladen

Der Michaelshof hat vieles zu bieten: Neben einem wunderschönen und weitläufigen Garten mit Vogelvoliere, der unbedingt für einen Spaziergang (Garten-Rundweg) genutzt werden sollte, findet sich eine hauseigene Bäckerei sowie Meierei und ein sehr gemütliches Bio-Café. Hier gibt es herrliches Eis und köstliche Torten sowie ausgiebiges Frühstück und Brotzeiten – alles bio und wirklich zu empfehlen. Viele der Produkte finden sich im gutsortierten Hoflädchen wieder. Die Terrasse des Cafés bietet viel Platz.

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Waldsee

Wer durch das Gelände spaziert, staunt nicht schlecht, wenn er zum wirklich wunderschön angelegten Waldsee gelangt. Hier lässt es sich aushalten, vor allem mit einem guten Buch! In den Ohren das Zwitschern der Vögel und das leise Surren der Insekten..

 

Wer hier her kommt, sollte genügend Zeit und Ruhe mitbringen. Dieser Ort ist auch für Kinder ein wirklich tolles Erlebnis.

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Garten zum Träumen

Das Landkind erfreut sich am kühlen Nass. Viele kleine Brunnen und Teiche zieren den schönen Garten. Auf dem Weg begegnet uns eine Familie Laufenten. Wir finden es hier ganz zauberhaft!

 

Im Garten duftet es herrlich nach Lilien, überall lassen sich kleine grüne Nischen und interessante Ecken entdecken – der Garten ist einfach traumhaft. Gartenbau und Landwirtschaft fußen hier auf den Grundsätzen der Anthroposophie.

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Harmonisch

Der Garten umrahmt die Fachwerkhäuser des Hofes. Die Pflanzen, Tiere und Menschen, das alles zusammen gibt ein sehr harmonisches Bild ab. Wer mag findet hier nicht nur eine Auszeit vom Alltag, sondern auch interessante Gespräche und gutes Essen.

 

Auf dem Gelände lassen sich viel Hübsches, ein wenig Kunst, Pflanzen und Kräuter, alte Obstbäume und verschiedenste Rosenarten entdecken. Es heißt explizit: „Rasen betreten erlaubt“. Das war uns gleich sympathisch!

 

Landwirtschaft und Gärtnerei

Um den Hofladen liegt die biologisch-dynamische Landwirtschaft des Hofes, neben dem Anbau von Obst, Gemüse und Kräutern finden sich hier alte Nutztierrassen: Schweine, Ziegen, Kühe, Hühner, Esel, Schafe und Pferde. Das Landkind wollte hier gar nicht mehr weg! Die Ställe sind wirklich großzügig und schön angelegt, die Tiere leben hier, wie wir es selten sehen – ganz wie in unseren Bauernhof-Bilderbüchern..

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Zum Abschied an die Elbe

Nach unserer Rückkehr vom Michaelshof haben wir den Tag an der Elbe ausklingen lassen. Dort konnten wir noch ein wenig die Füße ins Wasser strecken und den Elbufersand unter unseren Füßen spüren, bis wir die Heimreise antraten. Ein absolut herrlicher Tag!

 



*Michaelshof im Dorfe 11, in Sammatz bei Neu Darchau (Hitzacker) an der Elbe, www.michaelshof-sammatz.de

Es lohnt sich sicher zu ruhigerer Stunde, wahrscheinlich unter der Woche, diesen Ort zu besuchen. Man sagte uns, dass der Hof an Sommer-Wochenenden gut besucht sei.

Auszeit – an der Grander Mühle

Passend zum langen Wochenende haben wir uns eine kleine Auszeit genommen. Nicht unweit der Heimat fanden wir ein wirklich schönes Zimmer in der Grander Mühle*, am Sachsenwald gelegen. Wir freuten uns auf lange Spaziergänge im Grünen, doch das Wetter wollte nicht immer so, wie wir..

Dennoch ließ sich auch der blaue Himmel zwischendurch blicken und wir genossen die warmen Herbst-Sonnenstrahlen, zu Fuß oder mit dem Rad. Ein gemütlich eingerichtetes Zimmer mit Blick auf die Bille und ein herrliches Feinschmecker-Frühstück rundeten unser langes Wochenende ab. Das Landkind packte seine sieben Sachen – der Rucksack wurde stolz selbst getragen – und dann ging es auf Entdeckungstour..

Im Sachsenwald verlieren so langsam auch die Buchen ihr Blätterkleid. Am Waldboden zeigte sich ein wahres Blättermeer. Entlang der Bille lässt es sich wunderbar wandern. Wer Glück hat entdeckt hier unter anderem Eisvögel und über 300 verschiedene Farn-Arten.

Bei schlechtem Wetter ging es in die Eulenspiegel-Stadt Mölln*. Wir bummelten durch die schöne Altstadt, den schön angelegten Kurpark und genossen den Blick auf den Stadtsee.





*Die Kuddewörder „Grander Mühle“ ist eine alte Wassermühle, die neben dem Flüsschen Bille (Nebenfluss der Elbe) am Sachsenwald liegt. Sie gilt als älteste Korn-Wassermühle Norddeutschlands. In ihrem Inneren befindet sich ein wirklich ausgezeichnetes italienisches Restaurant „Il Caminetto“, während das Nebengebäude ein kleines aber sehr gemütliches sowie stilvoll eingerichtetes Hotel beherbergt. Für Besucher mit weiter Anreise lassen sich von hier aus wunderbar Tagesausflüge nach Hamburg, an die See oder die Städte Lauenburg, Mölln und Schwerin unternehmen.

*Die von Grün und Wasser gerahmte Kleinstadt Mölln liegt im Herzogtum Lauenburg, in Schleswig-Holstein. Hier lassen sich neben einer sehr schönen kleinen Altstadt und der St. Nicolai-Kirche die Geschichte Till Eulenspiegels und eine wunderschöne Umgebung entdecken. Zum Mittagessen empfiehlt es sich im „Café am Markt“ (Marktsraße 3) vorbei zu schauen. Hier ist es nicht nur besonders gemütlich, sondern auch besonders lecker – gespeist wird regional. Am Nachmittag sollte man sich auf jeden Fall ein Stück Torte im kleinen „Café Altstadt“ gönnen!

(Auch auf www.geborgen-wachsen.de – Wochenende in Bildern)

Blåvand – in 9 Bildern




Wir waren in Blåvand, in Dänemark. Dort haben dort eine wunderbare Zeit verbracht. Das Wetter lud zwar nicht unbedingt zum Schwimmen im Meer ein, dafür haben wir viele andere schöne Entdeckungen gemacht – natürlich auch am Meer!

Landpartie im Wendland – in 9 Bildern




Die Kulturelle Landpartie läuft noch bis zum 5. Juni 2017 – ein Besuch ist sehr lohnenswert! Am Besten mit dem Fahrrad und einem Zelt einfach auf in das schöne Wendland, Kultur erleben..

Weitere Informationen zum Kulturfestival finden sich hier.

Am Freitag, 2. Juni, findet in Gorleben die Widerstandspartie statt – hier gibt es viel zu entdecken! An diesem Tag haben alle anderen Wunderpunkte im Wendland geschlossen.

Wir waren in diesem Jahr unterwegs in: Sallahn, Tüschau, Marlin, Diahren, Salderatzen, Kukate, Maddau wie auch in Mützingen (Mützingenta). Die Mützingenta ist nicht Teil des KLP-Progamms.

Sehr empfehlenswerte Orte: Satemin, Güstritz und Güstritz Villa, Kussebode und Meuchefitz – vor allem für die Feierwütigen!