Stadtbesuch – in 9 Bildern

Wir haben uns vom Lande auf in die Stadt gemacht – und zwar in eine besonders schöne und grüne Stadt: Bremen. Hier habe ich meine Studienzeit verbracht, ganze sechs Jahre. Und ich komme immer gern wieder zurück.. dieses Mal mit dem Landkind im Gepäck!



Unterwegs waren wir im Bremer Schnoor, der Böttchergasse und dem Viertel

Wir werden uns nie ändern! Ist klar..

Ich erinnere mich noch, als wäre es erst gestern gewesen:

Gute Freunde berichten von ihrem chaotischen Alltag mit zwei Kindern. Zu der Geburtstagsparty meines Mannes könnten sie nicht kommen, da dies mit einen heranwachsenden Wildfang  an der einen und einem Stillbaby an der anderen Hand einfach derzeit nicht drin sei.

Mein Partner und ich verdrehten – wie so oft in solchen Situationen – hinter ihren Rücken die Augen. Mein Gott, das kann doch nicht so schwer sein, einfach mal die Lütten bei Oma und Opa zu lassen. Die hätten doch schließlich auch ihre Freude. Zuhause lagen wir dann im Bett und versprachen uns: Wir würden das einst lockerer sehen. Natürlich könne man, so waren wir uns sicher, das Elternsein mit dem Partyleben hier oder da vereinbaren.

Kaum hatte unser Wurm das Licht der Welt erblickt, da holte uns die Realität ein. Als wir ihn einige Tage später ansahen, wurde uns eines klar: wir würden ihn nicht so schnell hergeben – unser Wertvollstes. Nun während mein Mann es doch einmal zu der ein oder anderen abendlichen Feierlichkeit schafft und uns beide gut vertritt (für zwei trinkt es sich schließlich auch gut), habe ich es bisher nicht ein einziges Mal in Betracht gezogen unser kleines Mädchen abzugeben, um Auszugehen. Auch nach acht Monaten fühle ich mich einfach noch nicht bereit dazu. Mal ganz abgesehen vom Stillen und davon, dass die Lütte Mama und Papa, oder zumindest einen von uns, immer an ihrer Seite braucht, um sich geborgen zu fühlen.

Nur unsere kinderlosen Freunde – zumindest Manche von ihnen – die schauen mich Hausmütterlein nun augenrollend an und scheinen sich zu fragen, was nur mit mir los sei. Auch sie denken vielleicht so, wie wir damals. Mittlerweile stört es mich nicht mehr, dass jemand denken könnte ich verhalte mich wie eine Glucke – ich nenne es Mutterglück – und das genieße ich in vollen Zügen.

Und sicher wird einst der Moment kommen,  in dem ich das Bedürfnis habe in die Nacht zu schwärmen – mit einem guten Gefühl.