Seifenoase – umweltbewusste Körperpflege

Wir geben uns Mühe möglichst plastikfrei und umweltfreundlich durch den Alltag zu kommen. Das ist nicht immer leicht, aber im Bad klappt es mittlerweile wirklich hervorragend.

Shampoo und Duschgel in Plastikflaschen, zahlreiche Töpfchen und Tiegel – das gibt es bei uns schon lange nicht mehr. Und das tut nicht nur der Umwelt, sondern auch uns selbst unheimlich gut.

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Aleppo-Seife ist ein echtes Multitalent

Unsere schönen und plastikfreien Lieblings-Pflegeprodukte und Helferlein möchte ich euch hier vorstellen:

  • Aleppo-Seife

Im Grunde kann man die traditionelle Seife aus Syrien für fast alle Belange der Körperhygiene verwenden. Wer mag kann sie zur Haarwäsche, für die Nassrasur, für Körper und Gesicht oder sogar als Zahncreme benutzen. Sie besteht aus Oliven- und Lorbeeröl, ist biologisch abbaubar, sehr ergiebig und besonders hautverträglich.

Mit meiner Gesichtshaut habe ich schon viele Jahre Probleme. Seitdem ich mich mit Aleppo-Seife wasche ist meine Haut viel ausgeglichener. Trotzdem muss man sich auf eine kleine Eingewöhnungsphase einstellen. Zu erstehen ist sie im Bioladen oder Reformhaus. Mein persönliche Favorit ist die Aleppo-Seife von Finigrana.

  • Rasierhobel

Mit einer umweltfreudlichen Altenative zum Plastik-Rasierer habe ich mich lange schwer getan. Denn ich muss zugeben, der klassische Rasierhobel mit seiner scharfen Klinge hat mir schon etwas Angst gemacht. Alternativen gibt es kaum.

Und jetzt: Ich bin begeistert. Die Rasur ist super easy, die Rasierklingen kostengünstig und bisher habe ich mich nicht ein einziges Mal geschnitten! Der Hobel liegt super in der Hand und ist auch für Frauen eine sinnvolle Anschaffung. Zur Rasur verwende ich Aleppo-Seife.

  • Baumwollpads

Zum Abschminken benötigt man häufig unzählige Wattepads, die anschließend im Müll landen. Das passiert bei uns mit Bio-Baumwollpads nicht mehr. Außerdem lassen sie sich ganz einfach mit der Kochwäsche waschen und fühlen sich unglaublich weich und angenehm an – ideal vor allem für Augen-Make-Up.

  • Bimsstein

Das poröse Vulkangestein lässt sich hervorragend zur Fußpflege nutzen. Außerdem ist er viel hübscher als eine Hornhautpfeile aus Plastik.

  • Bambus-Zahnbürste

Ich gebe es zu, am Anfang war es für mich und meinen Partner etwas gewöhnungsbedürftig die Zahnpflege mit einer Zahnbürste aus Bambus anzugehen. Aber schon nach kurzer Zeit haben wir uns daran gewöhnt und sind sehr zufrieden. Unsere ökologischen Bürsten bestehen lediglich aus Bambus und Naturborsten. Diese bestehen wiederum aus dem biologisch abbaubaren Nylon 4 und Bambus-Holzkohle, die antibakteriell und somit besonders geeignet für die Zahnpflege ist. Unsere Zähne fühlen sich nach dem Putzen sauber an, es gibt keinen Unterschied zu einer teuren Plastikvariante. Gewechselt werden müssen sie nicht öfter als ihre Brüder und Schwestern aus Plastik. Denen sie eines auf jeden Fall Voraus haben: Sie lassen sich ganz easy recyceln.

  • Lavaerde

Lavaerde, Tonerde oder auch Wascherde ist ein gemahlenes Tonmineral, das sich besonders gut zum Waschen eignet. Ich persönlich benutze es für meine feinen, langen und schnellfettenden Haare. Ich mische dazu circa drei Esslöffel der Erde von Logona mit warmem Wasser uns massiere die Masse statt einem Shampoo in mein Haar. Wichtig ist es, dieses gründlich zu spülen! Im Anschluss nutze ich eine saure Rinse, bestehend aus einem Esslöffel Apfelessig und einem halben Liter Wasser, um meine Haare noch einmal zu spülen. Aber auch hier muss noch einmal mit klarem Wasser nachgespült werden. Das Ergebnis: meine Haare fetten weniger schnell, sie sind griffiger und ich glücklich.

Aber auch für die Gesichtsreinigung kann die Tonerde wunderbar eingesetzt werden.

  • Kokosöl

Unser Allrounder – Wir benutzen es nicht nur zum Brutzeln in der Küche, wir cremen damit Gesicht, Lippen, Körper und Hände, pflegen unsere Haarspitzen. Der Duft ist für unseren Geschmack sehr angenehm und unaufdringlich. Ich nutze es ebenso als MakeUp-Entferner.

In der Schwangerschaft durfte mein Babybauch sich über sanfte Massagen mit Kokosöl freuen und auch unsere Tochter wird, wenn es einmal sein muss, damit gepflegt. Auch bei Schnittverletzungen und Schürfwunden lässt es sich wunderbar einsetzen. Unser Liebling ist das „Bio Planète Kokosöl nativ“. Im großen Glas ist es günstiger. (Und die Gläser lassen sich wunderbar weiterverwenden)

  • Haare kämmen ohne Plastik

Ich persönlich kämme meine Haare am liebsten mit einem Sandelholzkamm. Seine Zähne bestehen aus Büffelhorn das antistatisch ist. Dieser Kamm liegt sehr gut in der Hand und ist auch für feines Haar geeignet.

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Lavaerde, Kokosöl, Rasierhobel sowie ein Kamm aus Zedernholz und Horn

Ich hoffe, ich konnte euch ein wenig inspirieren. Vielleicht darf bei euch ja demnächst auch die ein oder andere umweltfreundlichere Variante einziehen.