Spätsommerlicher Gruß: Fliederbeer-Suppe

Diese köstliche Süßspeise ist ein echter Klassiker. Dennoch landet sie nur noch selten auf dem Tisch. Schade, obwohl sie mit ihrem himmlischen Geschmack  sowie ihrer kräftigen Farbe an Kindheit und Sommer erinnert. Holunder- oder auch Fliederbeeren lassen sich jedenfalls derzeit in Hülle und Fülle finden – vielleicht habt ihr jetzt ja auch Lust!

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Wir haben die Leckerei mit eingekochten Apfelschnitzen und Vanillepudding genossen. Den Klassiker gibt es normalerweise allerdings mit Grießklöschen.



Übrigens: Der Name „Fliederbeere“ ist recht irreführend. Handelt es sich hier doch um die Beeren des Holunders und nicht um jene des Flieders, der sowieso keine Beeren trägt. Doch im Plattdeutschen heißt der Holunder eben Flieder – so ist es hier im Norden!

Kleine Sommer-Freuden – in 9 Bildern





Wir waren unterwegs im schönen Gerdautal

..und im Wendland.

Klassiker: Kornblumen & Holundersirup

Heute geht es um zwei Klassiker: die wunderschöne Kornblume und den immer wieder geliebten Holunder. Bevor das Landkind ins Bett muss, möchte ich noch schnell etwas Holunder-Sirup vorbereiten. Auf dem Weg mussten wir an diesem schönen Kornfeld halt machen und eine Weile genießen, bis wir uns dem Holunder widmen konnten..

Ich liebe Kornblumen! Verträumt über das weite Feld schauen, den Duft warmer Sommerluft atmen und die sonnigste aller Jahreszeiten in vollen Zügen aufsaugen – dieses Gefühl hebe ich mir auf, für triste Tage. Schon als Kind war es für mich das Allerschönste durch die Felder zu streifen, diese wertvolle Kindheitserinnerung konnte ich mir bis heute bewahren..

Die Kornblume ist übrigens nicht giftig und kann zum Beispiel als hübsche Dekoration für Torten, Kuchen oder Desserts verwendet werden.

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Nun aber zum Holunder-Sirup:

Wir haben dieses Mal nur eine kleine Menge angesetzt, denn wir haben noch etwas auf Vorrat. Aber irgendwie gehört es zum Lauf des Jahres dazu – und so möchte ich unbedingt noch welchen ansetzen, bevor der Holunder verblüht ist.

Dazu haben wir circa 20 schöne Dolden (geöffnete Blüten) gesammelt und sie von Ungetier befreit. Das Waschen der Dolden empfiehlt sich nicht, da das Aroma so verloren geht. Die ganze Küche duftete angenehm intensiv nach Holunder. Während ich die Dolden säuberte und sie in einer großen Schale sammelte, setzte ich Zuckersirup an. Dafür ungefähr 400 Milliliter Wasser mit etwa 600 Gramm Zucker in einem Topf erhitzen, bis sich der Zucker komplett gelöst hat.

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Nachdem der Zuckersirup abgekühlt war, habe ich ihn auf den Holunder gegeben. Dieser sollte komplett bedeckt sein (eventuell mit einem kleinen Teller beschweren) und etwas zwei Tage an einem kühlen Ort zugedeckt ziehen lassen. Wenn es soweit ist, werde ich den Holunder-Sirup durch ein feinmaschiges Küchentuch abseihen und den Sirup in kleine Fläschchen geben.

Diese eignen sich wunderbar zum Verschenken oder eben selbst genießen: Ein Schuss vom Sirup in Sprudelwasser, Sekt oder Bowle – so schmeckt der Sommer!

Wer mag, kann noch Zitrone hinzugeben: Dafür die Scheiben einer unbehandelten Zitrone wie auch etwas des Saftes, nach Geschmack hinzugeben. Wir geben die Zitrone lieber im Nachhinein frisch mit in das jeweilige Holunder-Getränk. Wir haben wirklich nur eine kleine Menge Sirup vorbereitet. Für größere Mengen Sirup einfach die doppelte oder dreifache Menge der Zutaten verwenden.

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Der Sirup hält sich bei uns, kühl gelagert, immer bis zur nächsten Holunder-Saison. Wenn er nicht schon lange vorher vernascht wurde..

 

Unser Artikel findet sich auch unter: www.naturkinder.com