Naturschätze – in 9 Bildern

Leichte Nebelschwaden liegen über den Feldern, leise raschelt der Wind durch das Laub und die letzten Sonnenstrahlen kitzeln sanft auf der Nase. Mit dem Herbst liegt ein ganz besonderer Duft in der Luft und ein spezielles Gefühl macht sich breit: die Lust auf warme Farben, kuschelige Pullover, Tee, Lichter und viel Gemütlichkeit. Für mich eine ganz besondere Zeit, die Lust weckt auf Spaziergänge. Denn es gibt viele spannende Dinge zu entdecken..

Vor allem mit Kindern gibt es nun viele kleine Schätze zu finden, die sich nach Herzenslust zum Basteln, Kochen oder gar Backen eignen. Wie wäre es mit einer bunten Herbstschale, einem schmackhaften Kürbissüppchen, warmem Apfelkuchen oder einem Kastanienmännchen?




Wir waren unterwegs im schönen Gerdautal.

(Auch auf www.naturkinder.com)

Im Walden Westen – Landart

Bei schönstem Wetter – es gab nur einen kleinen Schauer zur Abkühlung – pirschte eine bunte Truppe durch den Walden Westen Lintzels, um die sehr vielseitigen und spannenden Werke der kreativen Hobby-Künstler zu entdecken. Der blaue Waldpfad ist – so oder so – immer einen Besuch wert. Hier lässt es sich wunderbar und vor allem in aller Ruhe durch den Wald spazieren..




Und so fing bei uns alles an: Landart-Vorfreude

Diese Bilder stammen von der Auftaktveranstaltung der Lintzeler Route (Blauer Waldpfad Lintzel, 3 Kilometer) am Sonntag, 11. Juni 2017.

Landschaft ist wieder Kunst, bis zum 9. Juli 2017 im Landkreis Uelzen. Fünf Routen – in Uelzen, Bad Bevensen, Ebstorf, Hösseringen und Lintzel – laden dazu ein in und mit der Natur zu entdecken..

Weitere Informationen finden sich hier.

Von Hummeln und Blumen..

In Buchläden könnte ich mich ewig aufhalten. Oft notiere ich mir danach, was ich besonders ansprechend fand und wünsche es mir oder dem Landkind zu gegebenem Anlass. Heute konnte ich nicht anders, ich musste dieses wunderschön illustrierte Kinder-Sachbuch einfach mitnehmen..

Vorweg: Das Buch ist zwar für ältere Kinder (etwa ab Grundschulalter) gedacht. Ich fand es jedoch so ansprechend, dass es einfach mit musste. Sicher ist es sogar für den ein oder anderen Erwachsenen sehr interessant!

Ich habe das Buch Zuhause gleich mehrfach durchgeblättert und nun endlich ganz in Ruhe bei einer Tasse Tee gelesen, während das Landkind geschlummert hat. Es hat mich regelrecht verzaubert. Ich freue mich schon darauf, es einst meiner Tochter vorlesen zu können – um ihr an so einem liebevoll gestalteten Sachbuch die Welt der Hummeln zu erklären.

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Wunderschöne Illustration

Die naturidentischen Zeichnungen der schwedischen Illustratorin Maj Fagerberg sind wirklich hinreißend. Sie selbst wuchs in den Wäldern Schwedens auf und hat sicher eben deshalb so ein gutes Auge für das Schöne der Natur. Viele Blumen aus Wald und Wiese werden detailgetreu dargestellt. So kann das Buch ebenso hervorragend als Bestimmungsbuch von unseren Kleinen genutzt werden.

Ein echtes Schmankerl: Niedliche Hummelkinder fliegen munter durch das Buch und begleiten beim Bestaunen der Pflanzen- und Insektenwelt.

Die Welt der Hummeln

So klein das Buch auch ist, es bietet uns viele interessante Informationen auf eine sehr angenehme unaufdringliche Weise. Bezaubernd und liebevoll geschrieben erklärt Stefan Casta (mit dem Astrid Lindgren-Preis geehrt) das Leben der Hummel im Laufe des Jahres.

Jede Doppelseite behandelt ein kleines Thema aus der Welt der Hummeln. Die Texte sind in kleine kindgerechte Abschnitte unterteilt. Ganz hinten befindet sich eine Übersicht bekannter Hummelarten sowie ein  praktisches Blumenregister.

Ich möchte gar nicht zu viel verraten und möchte euch dieses Buch wirklich ans Herz legen. Dieses Buch schafft es einen spannenden Ausschnitt der wunderschönen Einzigartigkeit unserer Natur auf Papier zu bannen. Es ist ein kleiner Schatz, egal ob für den kleinen oder auch großen Leser.

 




„Das kleine Hummelbuch“, von Stefan Casta und Maj Fagerberg, Fischer Sauerländer

Landart-Vorfreude

Wir haben nun endlich unser kleines Landart-Projekt vorbereitet. Für unser Wald-Werk wurde aus vielen Weidenzweigen ein großer Kranz..

Was daraus im Walden Westen (Lintzel) wird, das könnt ihr auf der blauen Route (Eröffnung am Sonntag, 11. Juni, 15 Uhr, Dorfplatz Lintzel) der Landart Uelzen – und natürlich auch hier auf dem Blog – entdecken. Morgen wird dann im Wald fleißig weiter gearbeitet..

Das Landkind hat natürlich auch tüchtig bei den Vorbereitungen geholfen. Wir freuen uns schon darauf fünf tolle Landart-Routen zu erkunden und werden euch daran teilhaben lassen!



Landschaft wird wieder Kunst, vom 9. Juni bis zum 9. Juli 2017 im Landkreis Uelzen. Fünf Routen – in Uelzen, Bad Bevensen, Ebstorf, Hösseringen und Lintzel – laden dazu ein in und mit der Natur zu entdecken..

Weitere Informationen finden sich hier.

Klassiker: Kornblumen & Holundersirup

Heute geht es um zwei Klassiker: die wunderschöne Kornblume und den immer wieder geliebten Holunder. Bevor das Landkind ins Bett muss, möchte ich noch schnell etwas Holunder-Sirup vorbereiten. Auf dem Weg mussten wir an diesem schönen Kornfeld halt machen und eine Weile genießen, bis wir uns dem Holunder widmen konnten..

Ich liebe Kornblumen! Verträumt über das weite Feld schauen, den Duft warmer Sommerluft atmen und die sonnigste aller Jahreszeiten in vollen Zügen aufsaugen – dieses Gefühl hebe ich mir auf, für triste Tage. Schon als Kind war es für mich das Allerschönste durch die Felder zu streifen, diese wertvolle Kindheitserinnerung konnte ich mir bis heute bewahren..

Die Kornblume ist übrigens nicht giftig und kann zum Beispiel als hübsche Dekoration für Torten, Kuchen oder Desserts verwendet werden.

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Nun aber zum Holunder-Sirup:

Wir haben dieses Mal nur eine kleine Menge angesetzt, denn wir haben noch etwas auf Vorrat. Aber irgendwie gehört es zum Lauf des Jahres dazu – und so möchte ich unbedingt noch welchen ansetzen, bevor der Holunder verblüht ist.

Dazu haben wir circa 20 schöne Dolden (geöffnete Blüten) gesammelt und sie von Ungetier befreit. Das Waschen der Dolden empfiehlt sich nicht, da das Aroma so verloren geht. Die ganze Küche duftete angenehm intensiv nach Holunder. Während ich die Dolden säuberte und sie in einer großen Schale sammelte, setzte ich Zuckersirup an. Dafür ungefähr 400 Milliliter Wasser mit etwa 600 Gramm Zucker in einem Topf erhitzen, bis sich der Zucker komplett gelöst hat.

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Nachdem der Zuckersirup abgekühlt war, habe ich ihn auf den Holunder gegeben. Dieser sollte komplett bedeckt sein (eventuell mit einem kleinen Teller beschweren) und etwas zwei Tage an einem kühlen Ort zugedeckt ziehen lassen. Wenn es soweit ist, werde ich den Holunder-Sirup durch ein feinmaschiges Küchentuch abseihen und den Sirup in kleine Fläschchen geben.

Diese eignen sich wunderbar zum Verschenken oder eben selbst genießen: Ein Schuss vom Sirup in Sprudelwasser, Sekt oder Bowle – so schmeckt der Sommer!

Wer mag, kann noch Zitrone hinzugeben: Dafür die Scheiben einer unbehandelten Zitrone wie auch etwas des Saftes, nach Geschmack hinzugeben. Wir geben die Zitrone lieber im Nachhinein frisch mit in das jeweilige Holunder-Getränk. Wir haben wirklich nur eine kleine Menge Sirup vorbereitet. Für größere Mengen Sirup einfach die doppelte oder dreifache Menge der Zutaten verwenden.

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Der Sirup hält sich bei uns, kühl gelagert, immer bis zur nächsten Holunder-Saison. Wenn er nicht schon lange vorher vernascht wurde..

 

Unser Artikel findet sich auch unter: www.naturkinder.com

Was wächst in Wald und Wiese – in 9 Bildern

Alles ist plötzlich grün, überall wächst und wuchert es. Da fehlt oft der Block fürs Detail und wir sehen im wahrsten Sinne des Wortes: den Wald vor lauter Bäumen nicht. Doch da versteckt sich so einiges in Wald und Wiese..




Wir waren unterwegs im schönen Gerdautal.

Herzlich willkommen! – Insektenhotel Teil 2

Wir heißen Wildbienen, Ohrwürmer, Ameisen, Marienkäfer und viele andere Insekten herzlich willkommen! Endlich haben wir es vollbracht: das Insektenhotel ist fertig! Und wir sind ganz begeistert – aber vor allem doch gespannt. So hoffen wir doch sehr, dass es angenommen wird. Hübsch sieht es jedenfalls allemal aus. Eine Vogel-Futterstelle ist noch im Dach entstanden, eine kleine Stange dient als Landeplatz..

Einen Teil des Hotels haben wir mit runden Birkenscheiben gefüllt. In diese haben wir zuvor sieben Millimeter große Löcher gebohrt. Ideal für Wildbienen soll eine Größe zwischen zwei und zehn Millimetern sein. Zum Füllen haben wir Kiefernzapfen genommen.

Für einen weiteren Teil haben wir vier alte Blechdosen mit den vertrockneten Stängeln des Japanischen Knöterichs gefüllt. Dieser wuchert zum Glück hinten im Garten. Auch hier halfen Zapfen zum Ausfüllen des Kästchens.

Neben den Zapfen haben wir noch getrocknetes Wiesenheu – den Schafen stibitzt – und alte Backsteine zum Füllen genutzt. Das Heu haben wir unter anderem in kleine Tontöpfe gestopft. Hier sollen sich kleine Ohrwürmer wohlfühlen..

Das Landkind hat interessiert zugeschaut. Langsam aber sicher nahm alles Form an und ergab ein schönes harmonisches Bild. Zum Schluss haben wir das Ganze mit verzinktem Kaninchendraht „versiegelt“.

Oben im Dach hat noch eine Vogel-Futtterstelle Platz gefunden. Nun müssen rundherum noch die Blumen wachsen und viele Gäste einziehen. Wir werden euch auf dem Laufenden halten!

Neben den von uns verwendeten Materialien könnt ihr auch Folgendes verwenden: jegliche Art von „Totholz“, Lehm, getrocknetes Laub, Rindenmulch, Sägespäne (natur) oder Holzwolle, Stroh anstelle von Heu, unbewohnte Schneckenhäuser und röhrenartige Materialien (siehe hier der Knöterich).

Und hier geht es zum 1. Teil – Wir bauen ein Insektenhotel

Unser Beitrag ist auch auf www.naturkinder.com zu finden.