Michaelshof in Sammatz: Begegnungsort von Mensch und Natur

Wir haben uns eine kleine Auszeit in der Region gegönnt. Nicht weit von uns, im Wendland. Mit unseren Fahrrädern im Gepäck haben wir uns auf den Weg gemacht, um dieses Mal den Michaelshof zu erkunden, eine Anthroposophische-Kommune.

Es handelt sich dabei um eine Lebens- und Arbeitsgemeinschaft von 75 festen Mitarbeitern und ihren 30 Kindern, Helfern aus aller Welt und weiteren Kindern sowie Jugendlichen in betreuten Wohngruppen.

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Gestartet sind wir von einem Parkplatz in Schutschur, einem kleinen Ort an der Elbe. Von dort aus lässt es sich wunderbar durch Wald und Wiese zum Michaelshof im Ort Sammatz (nördliches Wendland) wandern – beziehungsweise mit dem Rad fahren. Aber Achtung: Die Strecke ist recht hügelig.

 

Garten-Rundgang, Café am Michaelshof und Hofladen

Der Michaelshof hat vieles zu bieten: Neben einem wunderschönen und weitläufigen Garten mit Vogelvoliere, der unbedingt für einen Spaziergang (Garten-Rundweg) genutzt werden sollte, findet sich eine hauseigene Bäckerei sowie Meierei und ein sehr gemütliches Bio-Café. Hier gibt es herrliches Eis und köstliche Torten sowie ausgiebiges Frühstück und Brotzeiten – alles bio und wirklich zu empfehlen. Viele der Produkte finden sich im gutsortierten Hoflädchen wieder. Die Terrasse des Cafés bietet viel Platz.

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Waldsee

Wer durch das Gelände spaziert, staunt nicht schlecht, wenn er zum wirklich wunderschön angelegten Waldsee gelangt. Hier lässt es sich aushalten, vor allem mit einem guten Buch! In den Ohren das Zwitschern der Vögel und das leise Surren der Insekten..

 

Wer hier her kommt, sollte genügend Zeit und Ruhe mitbringen. Dieser Ort ist auch für Kinder ein wirklich tolles Erlebnis.

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Garten zum Träumen

Das Landkind erfreut sich am kühlen Nass. Viele kleine Brunnen und Teiche zieren den schönen Garten. Auf dem Weg begegnet uns eine Familie Laufenten. Wir finden es hier ganz zauberhaft!

 

Im Garten duftet es herrlich nach Lilien, überall lassen sich kleine grüne Nischen und interessante Ecken entdecken – der Garten ist einfach traumhaft. Gartenbau und Landwirtschaft fußen hier auf den Grundsätzen der Anthroposophie.

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Harmonisch

Der Garten umrahmt die Fachwerkhäuser des Hofes. Die Pflanzen, Tiere und Menschen, das alles zusammen gibt ein sehr harmonisches Bild ab. Wer mag findet hier nicht nur eine Auszeit vom Alltag, sondern auch interessante Gespräche und gutes Essen.

 

Auf dem Gelände lassen sich viel Hübsches, ein wenig Kunst, Pflanzen und Kräuter, alte Obstbäume und verschiedenste Rosenarten entdecken. Es heißt explizit: „Rasen betreten erlaubt“. Das war uns gleich sympathisch!

 

Landwirtschaft und Gärtnerei

Um den Hofladen liegt die biologisch-dynamische Landwirtschaft des Hofes, neben dem Anbau von Obst, Gemüse und Kräutern finden sich hier alte Nutztierrassen: Schweine, Ziegen, Kühe, Hühner, Esel, Schafe und Pferde. Das Landkind wollte hier gar nicht mehr weg! Die Ställe sind wirklich großzügig und schön angelegt, die Tiere leben hier, wie wir es selten sehen – ganz wie in unseren Bauernhof-Bilderbüchern..

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Zum Abschied an die Elbe

Nach unserer Rückkehr vom Michaelshof haben wir den Tag an der Elbe ausklingen lassen. Dort konnten wir noch ein wenig die Füße ins Wasser strecken und den Elbufersand unter unseren Füßen spüren, bis wir die Heimreise antraten. Ein absolut herrlicher Tag!

 



*Michaelshof im Dorfe 11, in Sammatz bei Neu Darchau (Hitzacker) an der Elbe, www.michaelshof-sammatz.de

Es lohnt sich sicher zu ruhigerer Stunde, wahrscheinlich unter der Woche, diesen Ort zu besuchen. Man sagte uns, dass der Hof an Sommer-Wochenenden gut besucht sei.

Oma Lenchens Bauerngarten

Im Laufe des Jahres möchte ich euch immer mal wieder aus Oma Lenchens Bauerngarten berichten. Hier wächst zu jeder Zeit etwas anderes – und wunderbar durch das satte Grün toben lässt es sich hier allemal. Nicht nur für das Landkind ein Paradies. Wir freuen uns schon sehr auf die ersten Erdbeeren..

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Das Landkind macht vor Freude Luftsprünge! Endlich schönes Wetter..

Im Bauerngarten wächst alles in einem wunderschönen Miteinander: Blumen, Obst, Gemüse und Kräuter sind hier zu finden. Von April bis in den Herbst leuchtet der Garten in schönsten Farben..

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Derzeit blühen Tulpen, Vergissmeinnicht und Narzissen – eine schöner als die andere. Besonders freue ich mich auf die im Sommer blühenden Dahlien und Strohblumen mit ihren kräftigen Farben.

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Hier wachsen Monatserdbeeren auch Wald-Erdbeeren, sie tragen nicht so große Früchte. Dafür liefern sie monatelang leckere sowie sehr aromatische Früchtchen. Und noch mehr Gutes: sie sind wenig anfällig für Krankheiten. Besonders gern stehen sie in der Sonne, auf feuchtem Boden.

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Hier gedeihen neben schönsten Blumen, Rhabarber, Erbeeren, Stachelbeeren, Johannisbeeren, aber auch Kartoffeln, Erbsen, Karotten und mehr. Ein Apfel-, ein Walnuss- und ein Pflaumenbaum spenden im Sommer Schatten.

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Im August pflanzten wir einen kleinen Apfelbaum, er wächst nun mit unserer Tochter, aber auch mit unseren Ehejahren. Seine hübschen rosa Blüten zeigen sich und recken sich gen blauen Himmel. Eines Tages werden vielleicht die Kinder und Enkel unserer Tochter unter diesem Baum spielen..

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Neugierig schaut das kleine Landkind durch das Gatter – Wo sind denn die Schäfchen? Es gibt Neuigkeiten, denn bei den Heidschnucken meiner Schwiegereltern ist ein nachträgliches Osterlämmchen zur Welt gekommen. Es versteckt sich hinter seiner Mutter, die Herde stellt sich schützend um den Neuankömmling.

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Das kleine Lämmchen kam auf der Wiese und nicht, wie so oft, im Stall zur Welt. Wir hatten Sorge, denn die letzten Nächte waren recht kalt. Das Muttertier wärmte es stets und in den warmen Sonnenstrahlen zeigt sich nun ein quietschfideles Lamm.

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Bei den genügsamen Schnucken tragen Männchen wie auch Weibchen, beziehungsweise Böcke und Zippen, Hörner. Lediglich beim Bock ist das Horn gekringelt. In der Heide sind sie als „Gärtner“ oder „Naturschützer“ im Einsatz, denn sie sorgen dafür, dass die Heidefläche nicht von Bäumen und Sträuchern überwuchert wird.

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Im ungemähten Gras wächst Wiesen-Schaumkraut – man sieht es leider nur noch selten. Es wächst auf nährstoffreichen Feuchtwiesen und lockt viele Insekten mit seinen nektarreichen Blüten. Das Landkind bestaunt die weiß-violetten Blüten.

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Von den Äpfeln des alten Apfelbaumes gibt es im Herbst dann lecker Apfelmus!