Naturschätze – in 9 Bildern

Leichte Nebelschwaden liegen über den Feldern, leise raschelt der Wind durch das Laub und die letzten Sonnenstrahlen kitzeln sanft auf der Nase. Mit dem Herbst liegt ein ganz besonderer Duft in der Luft und ein spezielles Gefühl macht sich breit: die Lust auf warme Farben, kuschelige Pullover, Tee, Lichter und viel Gemütlichkeit. Für mich eine ganz besondere Zeit, die Lust weckt auf Spaziergänge. Denn es gibt viele spannende Dinge zu entdecken..

Vor allem mit Kindern gibt es nun viele kleine Schätze zu finden, die sich nach Herzenslust zum Basteln, Kochen oder gar Backen eignen. Wie wäre es mit einer bunten Herbstschale, einem schmackhaften Kürbissüppchen, warmem Apfelkuchen oder einem Kastanienmännchen?




Wir waren unterwegs im schönen Gerdautal.

(Auch auf www.naturkinder.com)

Pfifferling-Segen

Welch ein Glück, ein wahrer Pfifferling-Segen kam über uns. Das köstliche Gold wandert nun zu uns in den Ofen und beglückt uns dann das ganze Jahr über.

20170629_145132

Die meiste Arbeit macht das Putzen der Pfifferlinge. Es regnet draußen, drinnen ist es dafür umso gemütlicher. Dafür setzen wir uns gemütlich an den großen Esstisch mit genügend Licht und netter Musik. Das Landkind mampft eine Banane, während Mama und Papa sich an das große Säubern machen. Am einfachsten geht das mit einer Pilzbürste. Niemals mit Wasser waschen! Denn dann verlieren unsere kleinen Freunde ihr leckeres Aroma.

20170629_150612

Nach dem Putzen schneiden wir die goldenen Pilze in dünne Scheiben, so trocknet sie schneller. Schlechte oder matschige Stellen abschneiden. Anschließend werden sie auf zwei großen Backblechen verteilt – am Besten so, dass nicht allzu viele übereinander liegen!

20170629_153207

Bei etwa 50 Grad und Umluft geht es ab in den Ofen, für einige Stunden. Zwischen die Ofentür muss unbedingt ein Kochlöffel geklemmt werden, damit die Feuchtigkeit entweichen kann. Zwischendurch schauen wir immer mal wieder nach, wie weit die Pilze sind.. Zwischendurch empfiehlt es sich, die Pfifferlinge zu wenden.

20170629_204526

Nach einiger Zeit sind sie um ein vielfaches geschrumpft, di Pilze fühlen sich nun recht gummrig an. In der ganzen Küche duftet es nach Pfifferlingen. Es ist Zeit sie herauszunehmen. In einem feinen Sieb (damit sie auch von unten etwas Luft bekommen) trocknen sie nun noch ein paar Tage an der Luft. Danach wandern sie in eine hübsche Blechdose.

20170629_211828

Den Winter über wandern dann immer mal wieder ein paar Pfifferlinge zu Braten und Co. in den Topf – und geben ein wunderbares Aroma! Köstlich!

Weitere Infos zum Thema Pfifferlinge – wo ihr sie findet und wie ihr sie am besten erntet – findet ihr hier: Glückspilz!

Auch auf www.naturkinder.com

Glückspilz!

Juhuu! Wir haben die ersten Steinpilze und Pfifferlinge gefunden, rein zufällig. Wo, das verraten wir natürlich nicht, denn jeder Sammler hat so seine geheimen Ecken. Am Wochenende werden wir uns so richtig auf die Pirsch begeben..

Am liebsten mögen wir genau diese zwei Artgenossen: den Steinpilz und den güldenen Pfifferling. Aber auch Maronen oder die ein oder andere Fette Henne landen bei uns gern im Körbchen.

Der König unter den Pilzen: der Pfifferling

Er wächst am liebsten in der Nähe von Birken, Kiefern, Fichten, Buchen und Eichen. Zu milden Zeiten, bei Regen und Wärme sprießt er auch schonmal im Juni, ansonsten im Spätsommer bis Herbst. Leider ist er immer seltener zu finden. Er liebt die Gesellschaft von jungen Gräsern, Stauden und Moosen – oft auch an lichten Stellen.

Feiner Geschmack: der Steinpilz

Der dicke Röhrling ist ebenfalls ein Liebling. Er hält sich gern im Schatten von Bäumen auf, denn mit diesen geht er eine Symbiose ein – bevorzugt mit Fichten.

Bitte seid lieb zu den Pilzen!

Bitte erntet die Pilze erst bei ausreichender Größe (Pfifferling ab circa einem Zentimeter Durchmesser), denn so geht ihr sicher, dass er sich trotz Ernte zuvor noch ausreichend vermehren konnte beziehungsweise „aussporen“ konnte. Falls ihr welche entdeckt habt, erntet sie bitte schonend: Nehmt ein scharfes Küchenmesser und schneidet den Pilz vorsichtig oberhalb des Waldbodens ab. Nicht herausdrehen!

Angefressene Pilze bitte stehen lassen, denn ihr könnt sie nicht gebrauchen, für das Ökosystem Wald sind sie jedoch sehr wichtig. Außerdem beherzigt Folgendes: Nur für den Eigenbedarf ernten – und auch nur so viel ihr wirklich esst! Für den Transport eignet sich ein luftiges und dennoch feinmaschiges Körbchen.

Falls ihr euch nicht wirklich gut auskennt sollte die Pilze vor dem Verzehr unbedingt von einem Kundigen prüfen lassen. Es empfiehlt sich bei der Pilzsuche immer ein gutes Bestimmungsbuch zur Hand zu haben!

Wir können euch folgende empfehlen:

  • „Welcher Pilz ist das?“, Kosmosnaturführer
  • „Pilze bestimmen leicht gemacht“, GU Kompass
  • „Der große BLV Pilzführer für unterwegs“, BLV

20170611_112807

Diese hier landen am Abend mit Speck und Zwiebeln in der Pfanne, denn so schmecken sie uns am Besten! Wenn die Pilzzeit erst so richtig begonnen hat, dann trocknen wir mehrere Bleche voll im Ofen – so haben wir das ganze Jahr über aromatische Pilze für herrliche Saucen. Davon berichten wir natürlich..