Von Hummeln und Blumen..

In Buchläden könnte ich mich ewig aufhalten. Oft notiere ich mir danach, was ich besonders ansprechend fand und wünsche es mir oder dem Landkind zu gegebenem Anlass. Heute konnte ich nicht anders, ich musste dieses wunderschön illustrierte Kinder-Sachbuch einfach mitnehmen..

Vorweg: Das Buch ist zwar für ältere Kinder (etwa ab Grundschulalter) gedacht. Ich fand es jedoch so ansprechend, dass es einfach mit musste. Sicher ist es sogar für den ein oder anderen Erwachsenen sehr interessant!

Ich habe das Buch Zuhause gleich mehrfach durchgeblättert und nun endlich ganz in Ruhe bei einer Tasse Tee gelesen, während das Landkind geschlummert hat. Es hat mich regelrecht verzaubert. Ich freue mich schon darauf, es einst meiner Tochter vorlesen zu können – um ihr an so einem liebevoll gestalteten Sachbuch die Welt der Hummeln zu erklären.

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Wunderschöne Illustration

Die naturidentischen Zeichnungen der schwedischen Illustratorin Maj Fagerberg sind wirklich hinreißend. Sie selbst wuchs in den Wäldern Schwedens auf und hat sicher eben deshalb so ein gutes Auge für das Schöne der Natur. Viele Blumen aus Wald und Wiese werden detailgetreu dargestellt. So kann das Buch ebenso hervorragend als Bestimmungsbuch von unseren Kleinen genutzt werden.

Ein echtes Schmankerl: Niedliche Hummelkinder fliegen munter durch das Buch und begleiten beim Bestaunen der Pflanzen- und Insektenwelt.

Die Welt der Hummeln

So klein das Buch auch ist, es bietet uns viele interessante Informationen auf eine sehr angenehme unaufdringliche Weise. Bezaubernd und liebevoll geschrieben erklärt Stefan Casta (mit dem Astrid Lindgren-Preis geehrt) das Leben der Hummel im Laufe des Jahres.

Jede Doppelseite behandelt ein kleines Thema aus der Welt der Hummeln. Die Texte sind in kleine kindgerechte Abschnitte unterteilt. Ganz hinten befindet sich eine Übersicht bekannter Hummelarten sowie ein  praktisches Blumenregister.

Ich möchte gar nicht zu viel verraten und möchte euch dieses Buch wirklich ans Herz legen. Dieses Buch schafft es einen spannenden Ausschnitt der wunderschönen Einzigartigkeit unserer Natur auf Papier zu bannen. Es ist ein kleiner Schatz, egal ob für den kleinen oder auch großen Leser.

 




„Das kleine Hummelbuch“, von Stefan Casta und Maj Fagerberg, Fischer Sauerländer

Herzlich willkommen! – Insektenhotel Teil 2

Wir heißen Wildbienen, Ohrwürmer, Ameisen, Marienkäfer und viele andere Insekten herzlich willkommen! Endlich haben wir es vollbracht: das Insektenhotel ist fertig! Und wir sind ganz begeistert – aber vor allem doch gespannt. So hoffen wir doch sehr, dass es angenommen wird. Hübsch sieht es jedenfalls allemal aus. Eine Vogel-Futterstelle ist noch im Dach entstanden, eine kleine Stange dient als Landeplatz..

Einen Teil des Hotels haben wir mit runden Birkenscheiben gefüllt. In diese haben wir zuvor sieben Millimeter große Löcher gebohrt. Ideal für Wildbienen soll eine Größe zwischen zwei und zehn Millimetern sein. Zum Füllen haben wir Kiefernzapfen genommen.

Für einen weiteren Teil haben wir vier alte Blechdosen mit den vertrockneten Stängeln des Japanischen Knöterichs gefüllt. Dieser wuchert zum Glück hinten im Garten. Auch hier halfen Zapfen zum Ausfüllen des Kästchens.

Neben den Zapfen haben wir noch getrocknetes Wiesenheu – den Schafen stibitzt – und alte Backsteine zum Füllen genutzt. Das Heu haben wir unter anderem in kleine Tontöpfe gestopft. Hier sollen sich kleine Ohrwürmer wohlfühlen..

Das Landkind hat interessiert zugeschaut. Langsam aber sicher nahm alles Form an und ergab ein schönes harmonisches Bild. Zum Schluss haben wir das Ganze mit verzinktem Kaninchendraht „versiegelt“.

Oben im Dach hat noch eine Vogel-Futtterstelle Platz gefunden. Nun müssen rundherum noch die Blumen wachsen und viele Gäste einziehen. Wir werden euch auf dem Laufenden halten!

Neben den von uns verwendeten Materialien könnt ihr auch Folgendes verwenden: jegliche Art von „Totholz“, Lehm, getrocknetes Laub, Rindenmulch, Sägespäne (natur) oder Holzwolle, Stroh anstelle von Heu, unbewohnte Schneckenhäuser und röhrenartige Materialien (siehe hier der Knöterich).

Und hier geht es zum 1. Teil – Wir bauen ein Insektenhotel

Unser Beitrag ist auch auf www.naturkinder.com zu finden.

Gut unterwegs.. ohne Plastik!

Ist es nicht so, sind es nicht die vielen kleinen Dinge mit denen wir etwas bezwecken können? Es gibt viele Momente im Alltag, in denen wir ganz schnell und einfach auf Plastik oder anderen Müll verzichten können – ohne uns wirklich einzuschränken. Und das ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern häufig auch gut für das Portemonnaie.

  • Essen aus der Snackbox – gesund und lecker

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Immer einen Snack dabei zu haben spart nicht nur Geld, es schützt uns vor ungesundem Fastfood. Es lohnt sich immer bei längeren Ausflügen eine Dose mit etwas Obst, Gemüse und Brot etc. dabei zu haben. Vor allem wenn das Landkind dabei ist! Denn für kleine Kinder gibt es unterwegs meist keine geeigneten Snacks zu kaufen. Sehr chic und natürlich plastikfrei ist die „Eco Brotbox“ aus langlebigem Edelstahl. Unser Modell besteht aus drei Fächern. Es passt sogar ein kleiner Dip oder Dressing für den Salat hinein. Auch sie lässt sich in der Geschirrspülmaschine reinigen. Mit ihrem Klippverschluss lässt sie sich leicht und sicher verschließen.

  • Der Klassiker: Unterwegs und durstig?

Schnell wird Wasser oder Ähnliches in der Plastikflasche gekauft. Dabei ist es doch eigentlich so einfach: Eine eigene Flasche ständig bei sich getragen, kann immer und überall wieder aufgefüllt werden. Das ist außerdem noch gut für das Konto! Man muss sich zwar etwas daran gewöhnen, aber mich begleitet meine Wasserflasche mittlerweile überall hin. Ich bin sehr zufrieden mit einer Variante aus Edelstahl, die geschmacksneutral, vor allem BPA*-frei ist und schnell mal in der Spülmaschine verschwinden kann. *(Bisphenol A ist eine chemische Verbindung, die für die Elastizität von Plastik sorgt – und vor allem als krebserregend gilt)

  • Coffee-to-go aus dem eigenen Becher

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Wie viele Menschen, kann ich einfach nicht auf meinen geliebten Kaffee verzichten – und das auch oftmals zwischendurch und unterwegs. Da kommt einiges an Papier und Plastikmüll zusammen, wobei viele der Pappbecher auch noch beschichtet sind. Und auch hier ist es eigentlich so einfach: Es gibt viele, viel viel schönere Varianten des wiederverwendbaren to-go-Bechers. Ich habe einen hübschen Becher des Anbieters „Coffee Cup“. Er besteht aus biologisch abbaubarer Bambusfaser, ist dadurch total leicht und fasst sich angenehm an. Außerdem ist er ist spülmaschinengeeignet. An der Trinköffnung aus BPA-freiem Silikon befindet sich sogar ein Verschluss. Der Becher lässt sich im Sommer auch toll im Garten nutzen – Insekten bleiben draußen! Das tolle Design macht auch an einem tristen Morgen immer ein bisschen gute Laune..

  • Immer eine Tasche dabei haben!

Der gute alte Jutebeutel oder ein schöner Weidenkorb, es lohnt sich immer passende Aufbewahrungsmöglichkeiten für den Einkauf dabei zu haben. Ich habe immer einen zusammengefalteten Jutebeutel in meiner Handtasche, auch für den spontanen Einkauf. Dieser nimmt kaum Platz weg und lässt sich sogar waschen. Auch hier wird Geld gespart, denn die hochgradig umweltverschmutzenden Plastiktüten kosten in den meisten Geschäften Geld – und das läppert sich! Übrigens: Eine Plastiktüte benötigt bis zu 20 Jahre um zu verrotten.

  • Wiederverwendbarer Brot- sowie Obst- und Gemüsebeutel

Neben Jutebeutel und/oder Korb kann beim Gang zum Bäcker ein Brotbeutel der passende umweltfreundliche Begleiter sein. Es gibt sie ebenfalls aus Jute mit einer Kordel zum Verschließen. Ganz einfach ist der Beutel nach der Benutzung gewaschen und kann wieder eingesetzt werden. Zuhause wandern Brot und Brötchen in eine Brotbox.

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Für viele Sorten Obst und Gemüse benötigen wir gar keine Verpackung, sie passen mit ihrer natürlichen Verpackung ins Körbchen. Bei Kartoffeln oder kleinen Früchtchen wie etwa Trauben nutze ich ebenfalls einen Beutel mit Zugkordel. Diese Leckereien wandern zurück im Heim dann in den Obstkorb oder die Gemüseschale beziehungsweise in den Kühlschrank – ganz easy und ohne Plastik. Alternativ gibt es feingliedrige Einkaufsnetze.

Apropos: Viele Obst- und Gemüsesorten werden im Supermarkt von Plastik umhüllt angeboten – völlig unnötig! Hier greife ich nicht zu. Auf dem regionalen Markt oder im speziellen Obst- und Gemüsehandel gibt es meist unverpackte Alternativen, hier kann man sich auch zu Saisonalität und Regionalität der Produkte viel besser beraten lassen.

 

Ein sehr schöner Artikel zum Thema findet sich auch auf www.indigo-blau.de!

Seifenoase – umweltbewusste Körperpflege

Wir geben uns Mühe möglichst plastikfrei und umweltfreundlich durch den Alltag zu kommen. Das ist nicht immer leicht, aber im Bad klappt es mittlerweile wirklich hervorragend.

Shampoo und Duschgel in Plastikflaschen, zahlreiche Töpfchen und Tiegel – das gibt es bei uns schon lange nicht mehr. Und das tut nicht nur der Umwelt, sondern auch uns selbst unheimlich gut.

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Aleppo-Seife ist ein echtes Multitalent

Unsere schönen und plastikfreien Lieblings-Pflegeprodukte und Helferlein möchte ich euch hier vorstellen:

  • Aleppo-Seife

Im Grunde kann man die traditionelle Seife aus Syrien für fast alle Belange der Körperhygiene verwenden. Wer mag kann sie zur Haarwäsche, für die Nassrasur, für Körper und Gesicht oder sogar als Zahncreme benutzen. Sie besteht aus Oliven- und Lorbeeröl, ist biologisch abbaubar, sehr ergiebig und besonders hautverträglich.

Mit meiner Gesichtshaut habe ich schon viele Jahre Probleme. Seitdem ich mich mit Aleppo-Seife wasche ist meine Haut viel ausgeglichener. Trotzdem muss man sich auf eine kleine Eingewöhnungsphase einstellen. Zu erstehen ist sie im Bioladen oder Reformhaus. Mein persönliche Favorit ist die Aleppo-Seife von Finigrana.

  • Rasierhobel

Mit einer umweltfreudlichen Altenative zum Plastik-Rasierer habe ich mich lange schwer getan. Denn ich muss zugeben, der klassische Rasierhobel mit seiner scharfen Klinge hat mir schon etwas Angst gemacht. Alternativen gibt es kaum.

Und jetzt: Ich bin begeistert. Die Rasur ist super easy, die Rasierklingen kostengünstig und bisher habe ich mich nicht ein einziges Mal geschnitten! Der Hobel liegt super in der Hand und ist auch für Frauen eine sinnvolle Anschaffung. Zur Rasur verwende ich Aleppo-Seife.

  • Baumwollpads

Zum Abschminken benötigt man häufig unzählige Wattepads, die anschließend im Müll landen. Das passiert bei uns mit Bio-Baumwollpads nicht mehr. Außerdem lassen sie sich ganz einfach mit der Kochwäsche waschen und fühlen sich unglaublich weich und angenehm an – ideal vor allem für Augen-Make-Up.

  • Bimsstein

Das poröse Vulkangestein lässt sich hervorragend zur Fußpflege nutzen. Außerdem ist er viel hübscher als eine Hornhautpfeile aus Plastik.

  • Bambus-Zahnbürste

Ich gebe es zu, am Anfang war es für mich und meinen Partner etwas gewöhnungsbedürftig die Zahnpflege mit einer Zahnbürste aus Bambus anzugehen. Aber schon nach kurzer Zeit haben wir uns daran gewöhnt und sind sehr zufrieden. Unsere ökologischen Bürsten bestehen lediglich aus Bambus und Naturborsten. Diese bestehen wiederum aus dem biologisch abbaubaren Nylon 4 und Bambus-Holzkohle, die antibakteriell und somit besonders geeignet für die Zahnpflege ist. Unsere Zähne fühlen sich nach dem Putzen sauber an, es gibt keinen Unterschied zu einer teuren Plastikvariante. Gewechselt werden müssen sie nicht öfter als ihre Brüder und Schwestern aus Plastik. Denen sie eines auf jeden Fall Voraus haben: Sie lassen sich ganz easy recyceln.

  • Lavaerde

Lavaerde, Tonerde oder auch Wascherde ist ein gemahlenes Tonmineral, das sich besonders gut zum Waschen eignet. Ich persönlich benutze es für meine feinen, langen und schnellfettenden Haare. Ich mische dazu circa drei Esslöffel der Erde von Logona mit warmem Wasser uns massiere die Masse statt einem Shampoo in mein Haar. Wichtig ist es, dieses gründlich zu spülen! Im Anschluss nutze ich eine saure Rinse, bestehend aus einem Esslöffel Apfelessig und einem halben Liter Wasser, um meine Haare noch einmal zu spülen. Aber auch hier muss noch einmal mit klarem Wasser nachgespült werden. Das Ergebnis: meine Haare fetten weniger schnell, sie sind griffiger und ich glücklich.

Aber auch für die Gesichtsreinigung kann die Tonerde wunderbar eingesetzt werden.

  • Kokosöl

Unser Allrounder – Wir benutzen es nicht nur zum Brutzeln in der Küche, wir cremen damit Gesicht, Lippen, Körper und Hände, pflegen unsere Haarspitzen. Der Duft ist für unseren Geschmack sehr angenehm und unaufdringlich. Ich nutze es ebenso als MakeUp-Entferner.

In der Schwangerschaft durfte mein Babybauch sich über sanfte Massagen mit Kokosöl freuen und auch unsere Tochter wird, wenn es einmal sein muss, damit gepflegt. Auch bei Schnittverletzungen und Schürfwunden lässt es sich wunderbar einsetzen. Unser Liebling ist das „Bio Planète Kokosöl nativ“. Im großen Glas ist es günstiger. (Und die Gläser lassen sich wunderbar weiterverwenden)

  • Haare kämmen ohne Plastik

Ich persönlich kämme meine Haare am liebsten mit einem Sandelholzkamm. Seine Zähne bestehen aus Büffelhorn das antistatisch ist. Dieser Kamm liegt sehr gut in der Hand und ist auch für feines Haar geeignet.

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Lavaerde, Kokosöl, Rasierhobel sowie ein Kamm aus Zedernholz und Horn

Ich hoffe, ich konnte euch ein wenig inspirieren. Vielleicht darf bei euch ja demnächst auch die ein oder andere umweltfreundlichere Variante einziehen.