Bewusst geputzt, natürlich sauber

Ihr habt sicher mittlerweile an vielen Stellen gelesen oder gehört, dass Soda, Essig  und Kernseife tolle Helferlein im Haushalt sind. Vielleicht sind sie euch auch noch von Großmutter bekannt. Nun möchte auch ich noch einmal auf das Thema „umweltbewusstes Putzen“ eingehen. Dieses Thema liegt mir sehr am Herzen, nicht nur wegen der Umwelt – sondern auch den Kindern zuliebe, für einen volleren Geldbeutel und die eigene Gesundheit!

Für Putzmittel kann frau/man ganz schön viel Geld ausgeben: Da gibt es extra Badreiniger, Fettlöser, Antikalk-Mittelchen und vieles vieles mehr. Zudem sind es oft ziemlich fiese Chemie-Keulen, die uns den Alltag im Haushalt erleichtern sollen. Das ist so gar nicht gut für unsere Gesundheit und für mich mit kleinen Kindern allemal ein NoGo!

Deshalb hier meine kleine Übersicht zu den wichtigsten Mittelchen – günstig, bedenkenlos für Mensch und Umwelt sowie vor allem echt leistungsstark in Sachen Schmutz-Beseitigung.

Alles was ihr für einen sauberen Haushalt benötigt:

  • Natron, Soda

20180705_105310Wir haben uns früher kaputtgelacht, wenn Mutti wieder einmal mit „Baking Soda“ um die Ecke kam und meinte jedes Problem damit lösen zu können. Was tatsächlich nahezu immer klappte! Heute ist es bei uns ein Muss im Haushalt.

Natron oder Soda? Beides ist gut einsetzbar. Ob der Fleck im Teppich, Kaffee- und Teerückstände, Angebranntes oder der alltägliche Schmutz – alles lässt sich super damit entfernen. Dazu das Pulver einfach mit ein wenig Wasser sowie nach Bedarf mit ein wenig Essig- oder Zitronensäure mischen – und da ist es, das Super-Scheuermittel. Auch der Backofen oder die Fliesen lassen sich damit wunderbar reinigen.

Und auch draußen: Von Moos befallene rutschige Stellen in Hof und Garten werden mit dem selbstgemachten Scheuermittel geschrubbt und unser Sonnensegel am Ende der Saison blitzeblank gezaubert.

Natron eignet sich zudem für die Körperpflege: zum Zähneputzen, als Deo mit etwas Kokosöl oder auch als Badezusatz. Probiert es aus, ihr werdet begeistert sein!

  • Essigsäure

20180705_105229Besonders da, wo viele Keime sitzen, empfiehlt es sich mit Essig- oder Zitronensäure zu putzen. Ob das WC, das Waschbecken und sein Abfluss oder die Armatur, alles lässt sich damit flott abwischen und säubern. Insbesondere auch der lästige Kalk in der Kaffeemaschine. Ebenfalls können so wunderbar Arbeitsflächen und Holzbretter entkeimt werden. Einfach auf einen Lappen geben und los geputzt, bei nicht so hartnäckigen Verschmutzungen mit Wasser verdünnen. Gern fülle die Essigessenz auch in eine Sprühflasche, zum Beispiel wenn ich die Dusche reinige. Bei uns kam er sogar sehr erfolgreich gegen den unbeliebten Schimmel zum Einsatz.

Bitte immer darauf achten, dass er nicht direkt mit der Haut in Kontakt kommt – besonders bei Kindern im Haushalt gut verschlossen aufbewahren! Und falls mal keine Essigessenz zur Hand sein sollte, putzt es sich fast genauso gut mit der Zitrone!

  • Kernseife: Der Allzweckreiniger

Kernseife ist nahezu für alles zu gebrauchen: Wir geben sie einfach ins Spülwasser, wischen damit Küchenflächen ab, reinigen das Geschirr oder schrubben Töpfe und Pfannen mit ihr. Auch Edelstahl lässt sich so ganz easy reinigen. Zusammen mit ein wenig Natron ist sie sogar noch effektiver.

Neben dem Putzen, kann sie auch für Kleidung oder die Haut ohne Probleme genutzt werden. Im Camping-Urlaub ist sie ein echter Allrounder und nimmt nicht viel Platz weg. Wir kaufen sie gerne ohne Parfüm und Palmfett.

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In die Wäsche damit!

Bei Putzlappen und Schwämmen achte ich darauf, dass sie wiederverwendbar sind. Einfach flott in die Waschmaschine und schon sind sie wieder einsatzbereit. Plastikschwämmchen und Gummilappen sind gar nicht notwendig. Baumwolllappen und Naturschwämme reichen vollkommen aus. Auch auf das von vielen heiß geliebte Küchenpapier kann frau/man verzichten: Einfach öfter mal ein Geschirrtuch waschen oder zu umweltfreundlichen Alternativen greifen. Es gibt zum Beispiel Küchenrolle aus Bambusfasern, ebenfalls waschbar.

Waschbare Schwämme gibt es aus Cellulose, Sisalfasern oder Recycling-PET und sind sogar bis zu 60 Grad waschbar.

Langlebige Besen und Bürsten

Oft lohnt es sich langfristig gesehen für Besen und Bürsten etwas tiefer in die Tasche zu greifen. Handfeger und Schaufel aus Plastik brechen schnell einmal. Alternativen aus Holz und Metall fassen sich nicht nur angenehmer an, sie halten oft ein Leben lang.

Umweltfreundlicher Sommergarten

Mit den vielen vielen warmen Sonnenstrahlen ist unser Obst und Gemüse ordentlich gewachsen. Das Landkind ist schon ganz aus dem Häuschen und kommt aus dem Naschen nicht mehr heraus. Dieses Jahr scheint ein wirklich gutes Erntejahr zu werden. Und auch die Blumen, Insekten und Vögel sorgen für Sommerlaune. Dabei versuchen wir auch in unserem Garten immer auf die Umwelt zu achten: für die biologische Vielfalt und für unsere Gesundheit.

An unseren Obststräuchern wachsen Johannisbeeren, Stachelbeeren sowie Himbeeren und Blaubeeren. Von den sauren Johannisbeeren konnten wir schon unzählige kosten. Und auch die Erdbeeren in einem unserer Hochbeete bieten uns jeden Tag neue Früchte zum Genuss – man pflanzt sie am Besten an die Kante. Das Landkind liebt vor allem die Erdbeeren – und so bekommt der schmunzelnde Rest der Familie nur selten eine ab.

Es empfiehlt sich hauptsächlich heimische Obst- und Gemüsesorten wie auch Pflanzen in den eigenen Garten zu bringen. Exotische Pflänzchen sehen zwar meist hübsch aus, bieten den Insekten jedoch oft nicht genügend Nahrung.

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Meine Hochbeete erfreuen mich in diesem Sommer am meisten. Das Obst und Gemüse gedeiht hier drin scheinbar besonders gut. In diesem Hochbeet (Foto) wachsen neben Erdbeeren, Kopfsalat, Paprika und Chili. Im zweiten Hochbeet (siehe Beitragsbild) dürfen im Laufe des Sommers Gurken, mexikanische Mini-Gurken, Zucchini und Lollo Bionda geerntet werden. Außerdem probiere ich es mit Süßkartoffeln, die ich dann im Oktober ausgraben werde. Sie schmeckt nicht nur hervorragend, auch ihre Pflanze sieht außerdem sehr hübsch aus (Beitragsbild rechts unten) und wird bald weiße Blüten tragen. Man kann sie auch in einem großen Kübel leicht heranziehen. Mit dem Schafsmist als natürlichen Dünger wächst alles ganz hervorragend.

Einige Gurken durften wir uns schon schmecken lassen. Und es ist eben ein ganz anderer Geschmack, wenn es aus dem eigenen Garten stammt – mit Liebe und ganz ohne Pestizide gewachsen. Die Cherry-Tomaten, die an der Hauswand auf der Sonnenseite stehen, brauchen noch ein Weilchen, auf die Zucchini hingegen dürfen wir uns schon freuen: die erste wird in wenigen Tagen reif sein.

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Das Landkind testet unterdessen die Sauerkirschen, da die süßen noch nicht reif sind. Beide Bäume hängen voll mit den schmackhaften Früchtchen. Des Weiteren wird uns das Garten-Jahr noch Äpfel, Quitten, Pflaumen und Mispeln bieten. Ich hoffe, dass ich es auch mit Landbaby schaffe etwas Marmelade und Co. herzustellen. Vielleicht kann ich sogar das erste Mal etwas aus den eher unscheinbaren Mispeln zaubern.

Die Äpfel recken sich schon gen Sonne sowie die unzähligen Brombeeren (auch super für die Bienen), die sonst hauptsächlich von den Heidschnucken verschmaust wurden. Außerdem haben wir in diesem Jahr zwei unterschiedliche Sorten der Andenbeere (auch Physalis oder Kapstachelbeere) gepflanzt und sind gespannt, was daraus wird (Bild rechts). Beide Pflanzen sind gut gewachsen und bilden Früchte aus.

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Natürlich darf es auch an mediterranen Kräutern nicht fehlen. Diese habe ich in große Tonkübel gepflanzt. Darunter Oregano, Basilikum, Thymian, Rosmarin und Lavendel. Aber auch Petersilie und Schnittlauch dürfen nicht fehlen. Beim Basilikum habe ich mich in diesem Jahr für eine eher außergewöhnlichere Sorte entschieden: einen Mini-Basilikum mit kleinen feinen sowie aromatischen Blättchen (Foto Mitte). Zu meiner Freude tummeln sich auch hier die Insekten.

Neben Obst, Gemüse und Kräutern wächst allerhand anderes. Derzeit erfreuen wir uns vor allem an den üppig blühenden Rosen. Auf der Wiese unten am Fluss tummeln sich unzählige Schmetterlinge, Libellen und andere Insekten. Hier finden sie nahezu unberührten Lebensraum. Es ist ein Genuss über diese Wiese herunter zum Wasser zu blicken und den vielen Schmetterlingen beim Tanzen zuzusehen.

Überlegt euch doch auch mal so ein kleines Paradies zum Schutz der Artenvielfalt in eurem Garten zu schaffen. Es gibt spezielle Wiesenblumen-Mischungen im Fachhandel. Einfach einen kleinen abgegrenzten Bereich schaffen, in dem die wilden Blumen wachsen dürfen. Zum Dank könnt ihr euch nicht nur an den Blümchen, sondern auch an den Bienen und ihren Freunden erheitern.

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Übrigens ist unser Plan aufgegangen und es haben sich einige Insekten in unserem Insektenhotel gemütlich gemacht. Wir konnten bisher Ohrenkneifer und Wildbienen entdecken. Vor dem Insektenhotel habe ich ein kleines Wildblumenbeet angelegt. Hier wachsen unter anderem Fingerhut, Ringelblume, Kornblume und Kamille. Und es summt so herrlich!

In unserem Garten verzichten wir komplett auf Pestizide und Kunstdünger – der Natur und uns zuliebe. Vor allem mit den Kindern, die alles erforschen und probieren möchten, ist mir dies eine Herzensangelegenheit.

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Man sagt im Volksmund Schwalben bringen Glück. So freue ich mich, dass auch in diesem Sommer die Mehl- und Rauchschwalben zurückgekommen sind! Unterm Dach und im Stall nisten sie. Durch moderne Bauweisen wird auch ihnen immer mehr Lebensraum genommen. Dabei ist es wirklich schön sie und ihren Nachwuchs zu beobachten. Da sei doch über das bisschen Schwalbendreck schnell hinweg gesehen.

So kannst du mit deinem Garten oder Balkon etwas Gutes für die Umwelt tun:

  • Insektenhotel aufstellen
  • auf Pestizide und Pflanzenschutzmittel verzichten
  • Wildblumen säen und auch mal das „Unkraut“ stehen lassen
  • Bio-Obst und -Gemüse anbauen
  • Nisthilfen aufhängen
  • Totholz und Äste für Insekten und Igel liegen lassen
  • sinnvoll kompostieren
  • Wasserstellen einrichten

 

 

Seifenoase – umweltbewusste Körperpflege

Wir geben uns Mühe möglichst plastikfrei und umweltfreundlich durch den Alltag zu kommen. Das ist nicht immer leicht, aber im Bad klappt es mittlerweile wirklich hervorragend.

Shampoo und Duschgel in Plastikflaschen, zahlreiche Töpfchen und Tiegel – das gibt es bei uns schon lange nicht mehr. Und das tut nicht nur der Umwelt, sondern auch uns selbst unheimlich gut.

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Aleppo-Seife ist ein echtes Multitalent

Unsere schönen und plastikfreien Lieblings-Pflegeprodukte und Helferlein möchte ich euch hier vorstellen:

  • Aleppo-Seife

Im Grunde kann man die traditionelle Seife aus Syrien für fast alle Belange der Körperhygiene verwenden. Wer mag kann sie zur Haarwäsche, für die Nassrasur, für Körper und Gesicht oder sogar als Zahncreme benutzen. Sie besteht aus Oliven- und Lorbeeröl, ist biologisch abbaubar, sehr ergiebig und besonders hautverträglich.

Mit meiner Gesichtshaut habe ich schon viele Jahre Probleme. Seitdem ich mich mit Aleppo-Seife wasche ist meine Haut viel ausgeglichener. Trotzdem muss man sich auf eine kleine Eingewöhnungsphase einstellen. Zu erstehen ist sie im Bioladen oder Reformhaus. Mein persönliche Favorit ist die Aleppo-Seife von Finigrana.

  • Rasierhobel

Mit einer umweltfreudlichen Altenative zum Plastik-Rasierer habe ich mich lange schwer getan. Denn ich muss zugeben, der klassische Rasierhobel mit seiner scharfen Klinge hat mir schon etwas Angst gemacht. Alternativen gibt es kaum.

Und jetzt: Ich bin begeistert. Die Rasur ist super easy, die Rasierklingen kostengünstig und bisher habe ich mich nicht ein einziges Mal geschnitten! Der Hobel liegt super in der Hand und ist auch für Frauen eine sinnvolle Anschaffung. Zur Rasur verwende ich Aleppo-Seife.

  • Baumwollpads

Zum Abschminken benötigt man häufig unzählige Wattepads, die anschließend im Müll landen. Das passiert bei uns mit Bio-Baumwollpads nicht mehr. Außerdem lassen sie sich ganz einfach mit der Kochwäsche waschen und fühlen sich unglaublich weich und angenehm an – ideal vor allem für Augen-Make-Up.

  • Bimsstein

Das poröse Vulkangestein lässt sich hervorragend zur Fußpflege nutzen. Außerdem ist er viel hübscher als eine Hornhautpfeile aus Plastik.

  • Bambus-Zahnbürste

Ich gebe es zu, am Anfang war es für mich und meinen Partner etwas gewöhnungsbedürftig die Zahnpflege mit einer Zahnbürste aus Bambus anzugehen. Aber schon nach kurzer Zeit haben wir uns daran gewöhnt und sind sehr zufrieden. Unsere ökologischen Bürsten bestehen lediglich aus Bambus und Naturborsten. Diese bestehen wiederum aus dem biologisch abbaubaren Nylon 4 und Bambus-Holzkohle, die antibakteriell und somit besonders geeignet für die Zahnpflege ist. Unsere Zähne fühlen sich nach dem Putzen sauber an, es gibt keinen Unterschied zu einer teuren Plastikvariante. Gewechselt werden müssen sie nicht öfter als ihre Brüder und Schwestern aus Plastik. Denen sie eines auf jeden Fall Voraus haben: Sie lassen sich ganz easy recyceln.

  • Lavaerde

Lavaerde, Tonerde oder auch Wascherde ist ein gemahlenes Tonmineral, das sich besonders gut zum Waschen eignet. Ich persönlich benutze es für meine feinen, langen und schnellfettenden Haare. Ich mische dazu circa drei Esslöffel der Erde von Logona mit warmem Wasser uns massiere die Masse statt einem Shampoo in mein Haar. Wichtig ist es, dieses gründlich zu spülen! Im Anschluss nutze ich eine saure Rinse, bestehend aus einem Esslöffel Apfelessig und einem halben Liter Wasser, um meine Haare noch einmal zu spülen. Aber auch hier muss noch einmal mit klarem Wasser nachgespült werden. Das Ergebnis: meine Haare fetten weniger schnell, sie sind griffiger und ich glücklich.

Aber auch für die Gesichtsreinigung kann die Tonerde wunderbar eingesetzt werden.

  • Kokosöl

Unser Allrounder – Wir benutzen es nicht nur zum Brutzeln in der Küche, wir cremen damit Gesicht, Lippen, Körper und Hände, pflegen unsere Haarspitzen. Der Duft ist für unseren Geschmack sehr angenehm und unaufdringlich. Ich nutze es ebenso als MakeUp-Entferner.

In der Schwangerschaft durfte mein Babybauch sich über sanfte Massagen mit Kokosöl freuen und auch unsere Tochter wird, wenn es einmal sein muss, damit gepflegt. Auch bei Schnittverletzungen und Schürfwunden lässt es sich wunderbar einsetzen. Unser Liebling ist das „Bio Planète Kokosöl nativ“. Im großen Glas ist es günstiger. (Und die Gläser lassen sich wunderbar weiterverwenden)

  • Haare kämmen ohne Plastik

Ich persönlich kämme meine Haare am liebsten mit einem Sandelholzkamm. Seine Zähne bestehen aus Büffelhorn das antistatisch ist. Dieser Kamm liegt sehr gut in der Hand und ist auch für feines Haar geeignet.

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Lavaerde, Kokosöl, Rasierhobel sowie ein Kamm aus Zedernholz und Horn

Ich hoffe, ich konnte euch ein wenig inspirieren. Vielleicht darf bei euch ja demnächst auch die ein oder andere umweltfreundlichere Variante einziehen.