Bärlauch, Giersch und Vogelmiere

So richtig grün ist es draußen noch nicht. Doch es wächst manchmal schon mehr als wir wahrnehmen. Was an Wald, Wiese und im Garten schon so schmackhaftes und hilfreiches wächst, das möchte ich euch zeigen..

Alle Wild- und Heilkräuter können echte Energie-Lieferanten und Helferlein sein. Sie füllen die Akkus nach dem Winter wieder auf und machen gute Laune. Das Sammeln lockt zudem an die frische Luft und die Kräuter völlig kostenlos!

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  • Bärlauch

Ob in Form von Pesto, , in Salat,  als Suppe oder Kräuterbutter, Bärlauch gibt uns einen echten Kick und ist für mich, neben Erdbeere und Spargel, im Jahreslauf ein absolutes Highlight. Der wilde Knoblauch ist reich an Vitamin C, Magnesium, Eisen und Kalium. Das hilft jedem noch so müden Körper aus dem Winterschlaf! Er liebt feuchte und schattige Plätze im Wald.

Achtung: Bitte nicht mit den Blättern des Maiglöckchens verwechseln. Der Knoblauch-Geruch hilft uns bei der richtigen Wahl!

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  • Giersch

Giersch ist für viele ein nerviges Unkraut, dabei sind gerade die jungen Blätter super lecker in Salat, Gemüsepuffern oder dem Smoothie. Allein bei uns im Garten gibt es eine Menge davon und dem Landkind macht es Freude das Wildkraut zu sammeln. Auch an Wald- und Wiesenrändern lässt es sich ausreichend finden. Übrigens vielfach gesünder als ein einfacher Kopfsalat und dazu noch in Massen umsonst verfügbar!

Achtung: Nicht mit anderem Grün verwechseln. Giersch, auch Dreiblatt genannt, hat eine bestimmte charakteristische Form. Bitte genau hinsehen!

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  • Vogelmiere

Vogelmiere kann das ganze Jahr über geerntet werden (auch im Winter!), aber geschmacklich ist sie im Frühjahr besonders fein. Das zierliche Kraut bildet kleine weiße Blüten. An den verzweigten Stängeln wachsen viele kleine Blätter. Im Salat oder zubereitet wie Spinat bringt sie sich mit einem milden mais- oder erbsenartigen Geschmack sowie viel Vitamin A und C ein. Die gesamte Pflanze kann verwendet werden.

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  • Taubnessel

Auch die Taubnessel kann das ganze Jahr über geerntet werden. Im Frühjahr gibt sie sich jedoch durch ihre hübschen weiß- bis lilafarbenen Blüten  am Waldesrand und im Garten gut zu erkennen. Die Taubnessel sieht aus wie eine Brennnessel, sie ist jedoch weder mit ihr verwandt noch zieht ihre Berührung Hautreizungen nach sich. Aromatisch und würzig schmeckt sie ganz herrlich in Salat und Suppe. Ihre kleinen Blüten schmecken nach dem süßen Nektar, der nicht nur Hummeln anzieht..

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  • Schafgarbe

Auf Wiesen, Weiden und am Wegesrand , aber auch bei uns im Garten wächst die Schafgarbe. Im Sommer erblüht sie weiß und jetzt im Frühjahr schmecken die jungen Triebe am Besten. Gut als Magen-Darm-Tee gemeinsam mit Kamille.


Aber gebt Acht: Versucht nicht die Kräuter am Straßen- oder Ackerrand aufzulesen. Schadstofffreie Wildkräuter schmecken besser und sind mit Sicherheit bekömmlicher! Vieles versteckt sich sogar im eigenen Garten – soweit ungedüngt und ohne Chemiekeule!


Giersch-Smoothie:

Eine Orange sowie eine halbe Zitrone auspressen und mit einer Karotte, jeweils 100 Milliliter Karottensaft und Wasser sowie einer Handvoll gewaschene junge Giersch-Triebe gemeinsam mit jeweils einem Esslöffel Öl (am Besten Nussöl) und Honig im Standmixer zu einem Smoothie verarbeiten – und genießen,

Willkommen Herbst – in 9 Bildern

Endlich ist es soweit, wir heißen den Herbst willkommen: Es hat doch einen besonderen Zauber, wenn das Feuer wieder im Ofen lodert, der Duft von Apfelkuchen das Haus erfüllt,wir es uns mit Büchern, Tee und Wolldecke auf dem Sofa gemütlich machen. Uns hat es hinaus in den Wald getrieben, um den Herbst zu begrüßen. Außerdem erfreuen wir uns derzeit an den vielen Nüssen, Beeren, Pflaumen, Äpfeln und Birnen..

 

Ein Stück Natur – in 9 Bildern

Oft sind es doch die kleinen Dinge, die den Alltag besonders schön machen – und so erfreuen wir uns mit dem Landkind oft an Blumen, Früchten oder anderen spannenden Sachen, die wir in Garten, Wald und Wiese entdecken.

Manchmal ist es nicht das ganz tolle Spielzeug, manchmal ist es doch so einfach: etwas ganz Besonderes durch Wald, Garten und Wiesen zu stapfen – zu riechen, zu entdecken, zu fühlen! Gerade wenn die Tage mal etwas anstrengender sind, dann hilft es uns runterzufahren und uns auf die wichtigen Dinge zu besinnen..

Zwischen Wald & Wiese – in 9 Bildern

Die Blumen sind verblüht, die Temperaturen hoch, die Natur zeigt sich in unterschiedlichsten Grüntönen – es ist Hochsommer! Unzählige wilde Brom- und Himbeeren säumen die Feld- und Wiesenwege, im Hintergrund strahlt der Himmel in schönstem Blau und wir erleben die Natur am Liebsten barfuß..

 



Wir waren unterwegs im Mönchsbruch bei Groß Süstedt.

*Obwohl die Wahrscheinlichkeit einer Infektion mit dem Fuchsbandwurm sehr gering ist und schon länger nicht mehr den Beeren als Überträger zugesprochen wird, gehen wir gerade beim Landkind kein Risiko ein und pflücken nur höher gewachsene Beeren.

Herbst-Wald – in 9 Bildern

Es gibt nicht viele Orte an denen für uns „die Zeit stehen bleibt“. Bei Spaziergängen durch den Wald kommt es uns doch manchmal so vor – und das genießen wir sehr!



Wir waren unterwegs im schönen Gerdautal.

Naturschätze – in 9 Bildern

Leichte Nebelschwaden liegen über den Feldern, leise raschelt der Wind durch das Laub und die letzten Sonnenstrahlen kitzeln sanft auf der Nase. Mit dem Herbst liegt ein ganz besonderer Duft in der Luft und ein spezielles Gefühl macht sich breit: die Lust auf warme Farben, kuschelige Pullover, Tee, Lichter und viel Gemütlichkeit. Für mich eine ganz besondere Zeit, die Lust weckt auf Spaziergänge. Denn es gibt viele spannende Dinge zu entdecken..

Vor allem mit Kindern gibt es nun viele kleine Schätze zu finden, die sich nach Herzenslust zum Basteln, Kochen oder gar Backen eignen. Wie wäre es mit einer bunten Herbstschale, einem schmackhaften Kürbissüppchen, warmem Apfelkuchen oder einem Kastanienmännchen?




Wir waren unterwegs im schönen Gerdautal.

(Auch auf www.naturkinder.com)

Sommerwald – in 9 Bildern

Im Wald ist zur Zeit einiges los: da sind Blaubeeren, Himbeeren, Brombeeren und auch Kronsbeeren neben Pilzen und schönsten Blüten zu finden..

Sogar ein Wiesel hat unseren Weg gekreuzt. Leider war es zu scheu für unsere Kamera.

Wir haben übrigens ein echt tolles Buch zu empfehlen, falls ihr euch oftmals nicht so sicher seid, was euch da genaues in der Natur begegnet:

Wild- und Heilkräuter, Beeren und Pilze finden: Der Blitzkurs für Einsteiger, Verlag Eugen Ulmer




Wir waren unterwegs in Wald und Wiese bei Groß Süstedt.

 

(Auch auf www.geborgen-wachsen.de)

Glückspilz!

Juhuu! Wir haben die ersten Steinpilze und Pfifferlinge gefunden, rein zufällig. Wo, das verraten wir natürlich nicht, denn jeder Sammler hat so seine geheimen Ecken. Am Wochenende werden wir uns so richtig auf die Pirsch begeben..

Am liebsten mögen wir genau diese zwei Artgenossen: den Steinpilz und den güldenen Pfifferling. Aber auch Maronen oder die ein oder andere Fette Henne landen bei uns gern im Körbchen.

Der König unter den Pilzen: der Pfifferling

Er wächst am liebsten in der Nähe von Birken, Kiefern, Fichten, Buchen und Eichen. Zu milden Zeiten, bei Regen und Wärme sprießt er auch schonmal im Juni, ansonsten im Spätsommer bis Herbst. Leider ist er immer seltener zu finden. Er liebt die Gesellschaft von jungen Gräsern, Stauden und Moosen – oft auch an lichten Stellen.

Feiner Geschmack: der Steinpilz

Der dicke Röhrling ist ebenfalls ein Liebling. Er hält sich gern im Schatten von Bäumen auf, denn mit diesen geht er eine Symbiose ein – bevorzugt mit Fichten.

Bitte seid lieb zu den Pilzen!

Bitte erntet die Pilze erst bei ausreichender Größe (Pfifferling ab circa einem Zentimeter Durchmesser), denn so geht ihr sicher, dass er sich trotz Ernte zuvor noch ausreichend vermehren konnte beziehungsweise „aussporen“ konnte. Falls ihr welche entdeckt habt, erntet sie bitte schonend: Nehmt ein scharfes Küchenmesser und schneidet den Pilz vorsichtig oberhalb des Waldbodens ab. Nicht herausdrehen!

Angefressene Pilze bitte stehen lassen, denn ihr könnt sie nicht gebrauchen, für das Ökosystem Wald sind sie jedoch sehr wichtig. Außerdem beherzigt Folgendes: Nur für den Eigenbedarf ernten – und auch nur so viel ihr wirklich esst! Für den Transport eignet sich ein luftiges und dennoch feinmaschiges Körbchen.

Falls ihr euch nicht wirklich gut auskennt sollte die Pilze vor dem Verzehr unbedingt von einem Kundigen prüfen lassen. Es empfiehlt sich bei der Pilzsuche immer ein gutes Bestimmungsbuch zur Hand zu haben!

Wir können euch folgende empfehlen:

  • „Welcher Pilz ist das?“, Kosmosnaturführer
  • „Pilze bestimmen leicht gemacht“, GU Kompass
  • „Der große BLV Pilzführer für unterwegs“, BLV

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Diese hier landen am Abend mit Speck und Zwiebeln in der Pfanne, denn so schmecken sie uns am Besten! Wenn die Pilzzeit erst so richtig begonnen hat, dann trocknen wir mehrere Bleche voll im Ofen – so haben wir das ganze Jahr über aromatische Pilze für herrliche Saucen. Davon berichten wir natürlich..

Im Walden Westen – Landart

Bei schönstem Wetter – es gab nur einen kleinen Schauer zur Abkühlung – pirschte eine bunte Truppe durch den Walden Westen Lintzels, um die sehr vielseitigen und spannenden Werke der kreativen Hobby-Künstler zu entdecken. Der blaue Waldpfad ist – so oder so – immer einen Besuch wert. Hier lässt es sich wunderbar und vor allem in aller Ruhe durch den Wald spazieren..




Und so fing bei uns alles an: Landart-Vorfreude

Diese Bilder stammen von der Auftaktveranstaltung der Lintzeler Route (Blauer Waldpfad Lintzel, 3 Kilometer) am Sonntag, 11. Juni 2017.

Landschaft ist wieder Kunst, bis zum 9. Juli 2017 im Landkreis Uelzen. Fünf Routen – in Uelzen, Bad Bevensen, Ebstorf, Hösseringen und Lintzel – laden dazu ein in und mit der Natur zu entdecken..

Weitere Informationen finden sich hier.

Landart-Vorfreude

Wir haben nun endlich unser kleines Landart-Projekt vorbereitet. Für unser Wald-Werk wurde aus vielen Weidenzweigen ein großer Kranz..

Was daraus im Walden Westen (Lintzel) wird, das könnt ihr auf der blauen Route (Eröffnung am Sonntag, 11. Juni, 15 Uhr, Dorfplatz Lintzel) der Landart Uelzen – und natürlich auch hier auf dem Blog – entdecken. Morgen wird dann im Wald fleißig weiter gearbeitet..

Das Landkind hat natürlich auch tüchtig bei den Vorbereitungen geholfen. Wir freuen uns schon darauf fünf tolle Landart-Routen zu erkunden und werden euch daran teilhaben lassen!



Landschaft wird wieder Kunst, vom 9. Juni bis zum 9. Juli 2017 im Landkreis Uelzen. Fünf Routen – in Uelzen, Bad Bevensen, Ebstorf, Hösseringen und Lintzel – laden dazu ein in und mit der Natur zu entdecken..

Weitere Informationen finden sich hier.

Was wächst in Wald und Wiese – in 9 Bildern

Alles ist plötzlich grün, überall wächst und wuchert es. Da fehlt oft der Block fürs Detail und wir sehen im wahrsten Sinne des Wortes: den Wald vor lauter Bäumen nicht. Doch da versteckt sich so einiges in Wald und Wiese..




Wir waren unterwegs im schönen Gerdautal.

Wir haben da mal einen angesetzt.. Fichtenschnaps!

Die Fichten treiben aus und somit ist nun Zeit für Fichtenschnaps. Die herrlich duftenden Nadeln dürfen im Alkohol baden, geben ihre ätherischen Öle frei und werden zu einem lecker Schnäpschen für Geist und Seele – so schmeckt der Wald!

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Wir haben eine ganze Menge junger Fichtentriebe gesammelt und sie abgewaschen. Im Anschluss fanden sie ihren Platz in einem großen Weckglas. Wichtig ist es dieses zuvor gut heiß auszuspülen und zu säubern. Außerdem sollte es gut verschließbar sein!

Die Triebe im Glas müssen vollkommen von Doppelkorn bedeckt werden. Dann sollte das Ganze einige Wochen gut durchziehen. Nachdem der Glasinhalt dann durch ein Sieb gekippt wurde, werden der Flüssigkeit je nach Geschmack brauner Zucker oder Waldhonig hinzugefügt. Das Ergebnis: Ein aromatischer Schnaps mit Waldnote.

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Hier freuen sich schon alle auf die Verköstigung! Ich muss leider stillbedingt noch etwas warten.

Der Schnaps soll übrigens auch super bei Halsschmerzen helfen..